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Bertelsmann Stiftung

Mitarbeiter werden zu Experten für familienfreundliche Arbeitsplätze

Eine funktionierende Vereinbarkeit von Familie und Beruf stärkt die Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Unternehmen und entwickelt sich zu einem Standortfaktor im schärfer werdenden Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte. Dieses Resümee zogen die Bertelsmann Stiftung und das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen nach Ende des gemeinsamen Pilotprojektes "Mentoren-Ausbildung für familienfreundliche Arbeitsplätze in Unternehmen".

Von Dezember 2006 bis Mai 2008 nahmen 23 Fach- und Führungskräfte an der aus sieben jeweils zweitägigen Seminarmodulen bestehenden Qualifizierung teil.
Die Teilnehmer setzten sich größtenteils aus Vätern und Müttern in Führungspositionen (Verhältnis Männer – Frauen: 1/3 zu 2/3) von elf mittelständischen und großen Pilotunternehmen in Nordrhein-Westfalen, darunter fünf aus Ostwestfalen-Lippe, zusammen, die zu Mentoren für familienbewusste Arbeitsplätze im eigenen Unternehmen ausgebildet wurden.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf in ihren Unternehmen

Sie sollen als Führungskräfte zukünftig für die Herausforderung
der Vereinbarkeit von Familie und Beruf in ihren Unternehmen sensibilisieren, unterschiedliche Lösungsansätze entwickeln und familienfreundliche Personalpolitik vorantreiben. In der betrieblichen Praxis können sie diese Erfahrungen jetzt mit dem neu gewonnenen Wissen aus dem Mentorenprogramm verbinden.

Abschlusszertifikate und Urkunden

Heute erhielten die ausgebildeten Mentoren aus den Händen der stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands der Bertelsmann Stiftung, Liz Mohn, und stellvertretend für Familienminister Armin Laschet vom Abteilungsleiter "Grundsatz, Generationen" im Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration Nordrhein-Westfalen, Dr. Christof Eichert, ihre Abschlusszertifikate. Gleichzeitig wurden die beteiligten Unternehmen für ihr besonderes Engagement bei der Umsetzung von familienfreundlichen Leistungen im Rahmen der Pilotphase mit einer Urkunde geehrt.

Hierzu Liz Mohn, stellvertretende Vorsitzende des Vorstands der Bertelsmann Stiftung: "Mitarbeiter identifizieren sich stärker mit ihrem Unternehmen, wenn eine familienbewusste Personalpolitik praktiziert wird. Dies ist eine wichtige Voraussetzung zur Steigerung von Wettbewerbsfähigkeit und Unternehmenserfolg."

Familienminister Armin Laschet erklärte: "Familienfreundliche Arbeitsplätze in kleinen und mittleren Unternehmen zu schaffen, das war unser gemeinsames Ziel in dieser erfolgreichen Kooperation. Das Projekt hat gezeigt, dass der Erfolg von Unternehmen immer mehr davon abhängt, ob es den Betrieben gelingt, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern."

Finanzierung durch Bertelsmann Stiftung und Familienministerium NRW

Das Projekt wurde zu 100 Prozent von der Bertelsmann Stiftung und dem nordrhein-westfälischen Familienministerium finanziert. Inhaltlich wurde neben der Vermittlung von Fachwissen über die vielfältigen Möglichkeiten familienbewusster Leistungen in Unternehmen in allen beteiligten Unternehmen zunächst eine Bestandsaufnahme vorhandener, aber oft nur teilweise wahrgenommener familienbewusster Leistungen durchgeführt. Auf dieser Basis erarbeiteten die Unternehmensvertreter für das jeweilige Unternehmen sinnvolle Ziele und passgenaue Lösungen zur Einführung und/oder Weiterentwicklung einer familienfreundlichen Personalpolitik. Mindestens ein unternehmensinternes Projekt zur Etablierung von zusätzlichen familienbewussten Leistungen wurde, unterstützt durch fachliche Begleitung, im Laufe der Pilotphase umgesetzt.

Daneben standen der unternehmensübergreifende Austausch und das Lernen voneinander im Vordergrund. In zwei Seminareinheiten wurden auch die Lebenspartner der zukünftigen Mentoren eingebunden, um das Thema auch aus dem privaten Lebensumfeld betrachten zu können.

Folgende Unternehmen nahmen an dem Pilotprojekt teil:
Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG, Bielefeld
EJOT HOLDING GmbH & Co. KG, Bad Berleburg
eltromat GmbH, Leopoldshöhe
MediClin Rose Klinik GmbH, Horn - Bad Meinberg
MLP Finanzdienstleistungen AG, Siegen/Wiesloch
FRIWO Gerätebau GmbH, Ostbevern
INCONY AG, Paderborn
REWE - Zentral AG, Köln
REWE - Zentral AG, Niederlassung West, Hürth - Efferen
Textilkontor Walter Seidensticker GmbH & Co. KG, Bielefeld
TNT Express GmbH, Troisdorf
Verizon Deutschland GmbH, Dortmund

Rückfragen an: Astrid Laudage, Bertelsmann Stiftung, Telefon: 0 52 41 / 81-81 312

(Redaktion)


 


 

nordrhein-westfälischen Familienministerium finanziert.

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