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Mittelstand profitiert

Immer mehr Unternehmen gewinnen neue Mitarbeiter über duale Studiengänge

38 Prozent der Betriebe haben bereits Erfahrungen mit dieser Kombination aus Hochschulstudium und beruflicher Ausbildung gemacht. Das Potenzial ist aber noch längst nicht ausgeschöpft: Laut einer aktuellen DIHK-Studie planen 23 Prozent der Unternehmen, ihre Mitarbeiter künftig über ein duales Studium einzustellen.

Duale Studiengänge bieten Vorteile für alle Beteiligten: Sie verbinden ein wissenschaftliches Studium mit betrieblicher Praxis, im besten Fall mit dem Abschluss in einer IHK-Ausbildung. Was in den Vorlesungen und Seminaren gelernt wird, kann unmittelbar im Betrieb angewendet werden. Diese Kombination ist die Antwort auf die von Unternehmen oft kritisierte Praxisferne vieler Studiengänge. Die Unternehmen erhalten so qualifizierte Fachkräfte und die Hochschulen hoch motivierte Studierende. Die Absolventen können gleich zwei Abschlüsse in einem relativ kurzen Zeitraum vorweisen. Sie haben damit hervorragende Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Und nicht zuletzt erhalten sie bereits ein festes Gehalt.

Mittelstand kann mit dualem Studium punkten 

Die DIHK-Studie zeigt, dass vor allem mittelständische Unternehmen auf diese Studiengänge setzen. Insbesondere in Regionen mit immer weniger Schulabgängern sind duale Studiengänge ein wichtiger Vorteil im Wettbewerb um die besten Köpfe. Im Vergleich mit namhaften Großunternehmen haben es kleine und mittlere Unternehmen ansonsten schwer, auf sich aufmerksam zu machen. Mittelständler kommen so früh an geeignete Bewerber und können ihnen eine attraktive Ausbildung anbieten. Die Absolventen sind direkt einsetzbar und können mit ihren Erfahrungen aus Theorie und Praxis die Tätigkeiten im Betrieb aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten.

Hochschulen müssen ihr Angebot ausbauen 

Im Grundsatz laufen die über 900 dualen Studiengänge gut. Jedoch weisen 36 Prozent der Unternehmen auf Schwierigkeiten in der praktischen Umsetzung hin, zum Beispiel weil es an Informationen und Ansprechpartnern bei den Hochschulen mangelt. Es fehlen zudem passende Angebote in der jeweiligen Region und solche, die flexible Studienzeiten ermöglichen. Auch für Fachkräfte, die bereits einen Ausbildungsabschluss besitzen und ein praxisnahes Studium suchen, ist häufig kein ausreichendes Studienangebot vorhanden. Eine bessere Abstimmung zwischen Hochschulen und Unternehmen ist deshalb notwendig. Vor allem an den Universitäten ist das duale Studienangebot außerdem noch Mangelware. Hier ist noch deutlich Luft nach oben. Bei der Entwicklung der Studiengänge unterstützen die IHKs die Unternehmen sowie die Hochschulen und engagieren sich für einen qualitätsgesicherten Ausbau dieses Erfolgsmodells.

Qualität sichern und Theorie und Praxis verzahnen 

Um eine hohe Qualität in den dualen Studiengängen zu gewährleisten, müssen Theorie- und Praxisphasen eng miteinander verknüpft sein. Wichtig ist auch, dass der betriebliche Anteil für den Erwerb von beruflichen Fähigkeiten ausreichend ist und den Standards einer regulären betrieblichen Ausbildung entspricht. Das heißt zum Beispiel, dass ein fachlich geeigneter Ausbilder und ein Ausbildungsplan vorhanden sein müssen.

Die DIHK-Studie gibt es unter www.dihk.de/duales_studium

(Redaktion)


 


 

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