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Handy- und Elektronikkonzern Motorola

Motorola spaltet sich in zwei Unternehmen auf

Der US-Handy- und Elektronikkonzern Motorola spaltet sich auf. Zukünftig sollen in einem Bereich Mobiltelefone und Set-Top-Boxen produziert werden, in einem anderen Telekomausrüstung, Funkgeräte und Barcode-Scanner, wie Motorola in der Nacht zu Freitag in Schaumburg (US-Bundesstaat Illinois) mitteilte.

Die Konzernteile würden jeweils etwa einen Jahresumsatz von 22 Milliarden Dollar (16 Milliarden Euro) erwirtschaften. Die beiden
aktuellen Co-Vorstandschefs Sanjay Jha und Greg Brown sollen dann je eine Konzernhälfte weiterführen. Die Aufspaltung verschaffe dem Unternehmen eine klarere Aufstellung sowohl Aktionären als auch Kunden gegenüber, begründete Motorola den Schritt. Die Trennung soll im ersten Quartal 2011 erfolgen. Motorola-Aktionäre sollen dann zusätzlich zu ihren Motorola-Aktien solche für ein weiteres eigenständiges Unternehmen erhalten, in das die zweite Konzernhälfte abgespalten wird. Einige Investoren und allen voran der Milliardär Carl Icahn hatten schon lange eine Aufspaltung von Motorola gefordert.

Die zahlreichen Sparten des Konzerns seien zu wenig miteinander verbunden, als dass sie gut als Einheit geführt werden könnten, hieß es zur Begründung. Bekannt von Motorola ist insbesondere die Handy-Sparte, die einst mit der Modellreihe «Razr» Erfolge feierte. Daran konnte der Konzern jedoch nicht anknüpfen. Erst in jüngster Zeit zeigte das Mobiltelefongeschäft mit dem Droid Smartphone wieder Zeichen einer Erholung. Auch viele andere Bereiche von Motorola kämpfen mit Schwierigkeiten und einer nachlassenden Nachfrage.

Das Funkgeschäft leidet unter der Zurückhaltung der US-Kommunen bei ihren Investitionen und die Elektronikartikel unter der Kaufzurückhaltung der Verbraucher. Nach der Trennung sollen beide Unternehmen die Rechte an der Marke Motorola behalten dürfen. Die Markenrechte werden dem Handygeschäft zugeschlagen und gleichzeitig an den zweiten Konzernteil auslizensiert. Auch die Patentrechte sollen gerecht auf beide Unternehmensbereiche verteilt werden.

(Redaktion)


 


 

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