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  • 15.04.2008, 16:18 Uhr
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  • München
Buch-Tipp

Neuer Ratgeber hilft, Bilanzen lesen und verstehen

Umsatz, Gewinn, Rücklagen, Personalkosten - das sind Angaben, die für jeden Unternehmer und Aktienanleger von höchster Bedeutung sind. Mit der Einführung des Elektronischen Unternehmensregisters stehen erstmals Unternehmenszahlen in nie dagewesenem Umfang frei abrufbar im Internet zur Verfügung.

Doch: "Nur wer Bilanzen lesen und verstehen kann, ist auch in der Lage, ein Unternehmen richtig zu beurteilen oder als Aktionär sinnvolle Entscheidungen zu treffen", weiß Gerald Pilz, Autor des Ratgebers "Bilanzen lesen und verstehen" der neuen Buchreihe "Beck kompakt" (Verlag C.H.Beck).

Seitdem das Bundesjustizministerium im vergangenen Jahr das Elektronische Unternehmensregister einführte, besteht für Unternehmen die Pflicht, Jahresabschlüsse zentral im Internet zu veröffentlichen. Unter der Internetadresse www.unternehmensregister.de lassen sich nun erstmals aussagekräftige Unterlagen einsehen - anonym und kostenlos. Gerald Pilz: "Eine riesige Fundgrube für Aktionäre. Wie viel Umsatz macht ein Unternehmen mit wie vielen Mitarbeitern? Wie hoch sind die Rücklagen? Wie viele offene Forderungen stehen welchen Gewinnen gegenüber? Aber nur wer Grundbegriffe wie "Umlaufvermögen" und "Rückstellungen" kennt, kann mit den Zahlen wirklich etwas anfangen."

Neue Möglichkeiten der Analyse

Auch für Aktienanleger bietet das Elektronische Unternehmensregister neue Möglichkeiten der Analyse. Wenn jetzt im Frühjahr wieder die Hauptversammlungen der großen Unternehmen anstehen, interessieren sich erfahrungsgemäß besonders viele Investoren für die Jahresabschlüsse der Konzerne. Mussten sie früher Briefe schreiben und die Unterlagen anfordern, können sie heute im Internet schnell die Betriebe miteinander vergleichen. Aber egal, ob Prospekt oder Internet: "Wer in ein Unternehmen investiert, sollte unbedingt die Gestaltungsmöglichkeiten kennen, die eine Bilanz bietet", warnt Finanzexperte Pilz, denn so manches Unternehmen rechne sich die Bilanz einfach "hübsch".

Deutsch-englisches Kurzwörterbuch

Sein kompakter Ratgeber "Bilanzen lesen und verstehen" erklärt auf 128 Seiten anhand anschaulicher Beispiele die Auswertung von Bilanzkennzahlen und deren Bedeutung. Hilfreich ist dabei ein deutsch-englisches Kurzwörterbuch der wichtigsten Bilanzbegriffe: Schließlich sind viele Jahresabschlüsse heute nur noch in englischer Sprache abgefasst.

Zehn Bilanzbegriffe mit englischer Übersetzung, die jeder kennen sollte: Buchführung - accounting Abschreibung - depreciation Gewinn und Verlust ( GuV ) - profit and loss account Inventur - stocktaking Eigenkapitalquote - equity ratio Eigenkapitalrentabibilität - return on equity Aktiva - assets Passiva - liabilities and stockholders' equity Gewinnrücklagen - retained earnings Liquiditätsgrad - liquidity ratio

Gerald Pilz, Bilanzen lesen und verstehen, Reihe "Beck kompakt", Verlag C.H.Beck, 128 Seiten, ISBN 978-3-406-57176-3

(ots / Björn Godenrath )


 

 

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