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Gefahrstoffe

Neues System zur Einstufung und Kennzeichnung

Der EU-Ministerrat hat die Verordnung über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen verabschiedet. Mit dieser Verordnung wird das „Globally Harmonised System of Classification and Labelling of Chemicals“ (GHS) der Vereinten Nationen in europäisches Recht überführt.

Die neue EU-Verordnung wird im EU-Amtsblatt veröffentlicht und tritt voraussichtlich Mitte Januar in Kraft.

Mit GHS wird die Einstufung und Kennzeichnung von gefährlichen Stoffen langfristig in allen Ländern der Erde vereinheitlicht. Auffälligste Veränderung für die Praxis sind die neuen GHS-Gefahrenpiktogramme, die die vertrauten Gefahrensymbole ablösen.

In erster Linie richtet sich die GHS-Verordnung folglich an die Inverkehrbringer
von Chemikalien, die langfristig gefährliche Chemikalien nach dem neuen GHS-System einstufen und kennzeichnen müssen. Für die Umstellung auf das GHS-System sind dabei relativ lange Übergangsfristen vorgesehen:

Stoffe müssen bis spätestens Ende 2010, Gemische bis spätestens Mitte 2015 nach dem neuen GHS-System eingestuft und gekennzeichnet werden. Aber bereits 20 Tage nach Veröffentlichung der Verordnung können Inverkehrbringer die neuen GHS-Symbole auf der Verpackung anbringen. Lagerbestände mit alter Kennzeichnung dürfen nur noch bis Ende 2012 bzw. Mitte 2017 verkauft werden.

Für den Anwender haben diese Übergangsfristen zur Folge, dass in einem relativ
langen Übergangszeitraum unterschiedliche Chemikalien schon nach dem neuem GHS System oder aber noch nach dem alten System gekennzeichnet sein können. Ebenso kann es sein, dass Unternehmen, die Chemikalien beziehen, schon Anfang dieses Jahres erste Gebinde erhalten, die mit den neuen GHS-Piktogrammen versehen sind.

Auch wenn hieraus für den Anwender keine direkte Anforderung aus der GHS-Verordnung abgeleitet werden kann: Für die betriebliche Praxis werden die neuen Kennzeichnungen nach GHS einen erheblichen Aufwand darstellen. So müssen gegebenenfalls Betriebsanweisungen nach und nach an GHS angepasst werden. Insbesondere wenn Chemikalien von unterschiedlichen Herstellern bezogen werden oder unterschiedliche Gebinde der gleichen Chemikalie die alte und neue Kennzeichnung aufweisen, kann es sinnvoll sein, auf Betriebsanweisungen für einen Übergangszeitraum die bisherigen und die neuen GHS-Piktogramme gleichzeitig aufzuführen. Darüber hinaus sind eventuell
Schulungen oder Unterweisungen erforderlich, um die Mitarbeiter mit den neuen Symbolen vertraut zu machen.

(Redaktion)


 


 

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