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Geschäftsjahr 2007

Oetker-Gruppe zufrieden: Gute Entwicklung der sechs Geschäftsfelder

„Die Oetker-Gruppe hat im Jahr 2007 ihre seit Jahren anhaltende positive Entwicklung fortgesetzt. Alle Geschäftsbereiche konnten ihre Stärken ausspielen, so dass nahezu alle Ziele erreicht und teilweise sogar übertroffen werden konnten.“ Dies sagte Dr. h. c. August Oetker, persönlich haftender Gesellschafter der Holding Dr. August Oetker KG, am Dienstag auf der Bilanz-Pressekonferenz in Bielefeld.

Der Umsatz stieg um 8,4 Prozent auf 7.749 Millionen Euro (Vorjahr 7.149 Millionen Euro). Der Auslandsanteil erhöhte sich dabei um 1,4 Prozentpunkte auf 64,9 Prozent. Die konsumgüterorientierten Bereiche lagen mit einem Anteil von 48,5 Prozent am Umsatz weiterhin vor der Schifffahrt (46,4 Prozent).

Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich über alle Geschäftsbereiche hinweg auf 22.680 Beschäftigte (+ 1,5 Prozent): In den Bereichen Nahrungsmittel (+ 1,2 Prozent), Bier (+ 0,4 Prozent), Sekt (+ 2,5 Prozent), Schifffahrt (+ 4,8 Prozent) sowie Bank/Versicherung (+ 4,1 Prozent) stieg die Beschäftigtenzahl, im Bereich Weitere Interessen war sie rückläufig (- 2,4 Prozent).

„Vor dem Hintergrund der weltweit angespannten Lage auf den Rohstoff- und Energiemärkten ist die Oetker-Gruppe gleichwohl zufriedenstellend in das Jahr 2008 gestartet“, sagte Dr. August Oetker. Der Geschäftsbereich Nahrungsmittel weise in den drei strategischen Sortimenten Nährmittel, Pizza und Frische gute Steigerungen gegenüber dem Vorjahr auf und liege damit im Plan. Die Biersparte konnte in einem schwierigen Markt in den ersten Monaten des Jahres ein sehr ordentliches Ergebnis erzielen, insbesondere die nationalen Premium-Marken konnten gegen den Markttrend deutlich zulegen. Für den Bereich Sekt, Wein und Spirituosen steht das Jahr angesichts erheblich gestiegener Rohstoffkosten im Zeichen von Preiserhöhungen. Die Reedereigruppe wird im laufenden Jahr ebenfalls auf weltweit gestiegene Preise reagieren, gleichzeitig aber von internen Optimierungsprozessen, weiteren Schiffsneubauten und operationellen Synergien profitieren.

Geschäftsbereich Nahrungsmittel 2007 erfolgreich

Im Geschäftsbereich Nahrungsmittel wuchs der Umsatz im Markenartikel- und Großverbrauchergeschäft um 7,4 Prozent auf 1.943 Millionen Euro. Das unter dem Dach der Dr. Oetker GmbH zusammengefasste Markenartikelgeschäft wuchs insgesamt um 8,0 Prozent, wobei dem Wachstum im Ausland erneut eine besondere Bedeutung zukam.

Während das Geschäft in Deutschland vor allem durch den Verkauf von Costa Meeresspezialitäten um 0,3 Prozent zurückging (operativ allerdings wuchs der Umsatz um 0,6 Prozent), betrug das Wachstum im Ausland 14,8 Prozent. Bereinigt um die britische Akquisition SuperCook und Währungseffekte betrug das organische Auslandswachstum 9,3 Prozent. Der Anteil des außerhalb von Deutschland erwirtschafteten Umsatzes wuchs auf 59 Prozent (Vorjahr: 55 Prozent).

Geschäftsbereich Bier und alkoholfreie Getränke mit zufrieden stellendem Ergebnis

Die Radeberger Gruppe hat das Jahr 2007 strategiekonform und mit einem zufriedenstellenden Ergebnis abgeschlossen. Bei einem um mehr als 3 Prozent rückläufigen Markt erwirtschafteten ihre Brauereien einen Absatz auf dem um das Volumen der veräußerten tschechischen Brauerei Krušovice bereinigten Vorjahresniveau. Mit 14,4 Millionen hl abgesetzten Getränken, davon knapp 13,7 Millionen hl Bier, konnte die Radeberger Gruppe ihren strategischen Führungsanspruch im Wettbewerb behaupten und ihre Rolle als Marktführer im deutschen Biermarkt deutlich festigen.

Umsatzsteigerung im Geschäftsbereich Sekt, Wein und Spirituosen

Der Umsatz des Geschäftsbereiches Sekt, Wein und Spirituosen wuchs um 10,9 Prozent auf 567 Millionen Euro. Der Absatz der Henkell & Söhnlein-Gruppe wurde um 7,4 Prozent auf 220 Millionen Flaschen gesteigert. Im Jahr 2007 wurden 142 Millionen Flaschen Sekt verkauft, 6,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Während der Absatz von Marken-Wein mit 32 Millionen Flaschen leicht rückläufig war, erzielte das Unternehmen im Spirituosen-Bereich mit über 46 Millionen Flaschen einen Rekordabsatz (+ 21,1 Prozent). Auch im Ausland fielen die Zuwächse fast überall zweistellig aus.

Geschäftsbereich Schifffahrt wächst deutlich über Branchendurchschnitt

Mit einem Mengenzuwachs von 17 Prozent übertraf die Hamburg Süd-Gruppe den globalen Branchendurchschnitt der Containerlinienschifffahrt von knapp 11 Prozent deutlich übertreffen. Trotz des wesentlich schwächeren US-Dollars konnte insgesamt eine Umsatzsteigerung um 12,4 Prozent auf 3.591 Millionen Euro erreicht werden. Insbesondere wegen des starken Preisan-stiegs bei Brennstoffen schlug die Zunahme des Umsatzes nicht voll in das Ergebnis durch, das gleichwohl als zufrieden stellend bezeichnet werden kann.

Parallel zum Ladungswachstum stieg die Anzahl der von der Hamburg Süd eingesetzten Containerschiffe (ohne die zum 1. Dezember übernommene Costa Container Lines - CCL) um 5 auf 93 Einheiten. Die Stellplatzkapazitäten erhöhten sich um + 20 Prozent auf 241.000 TEU. Zusammen mit den 62 Bulkschiffen und Tankern, aber ohne die CCL, wurden per Jahres-ende 155 Schiffe operiert, 16 mehr als im Vorjahr.

In den kommenden Jahren wird sich der Eigenanteil an Schiffen weiter erhöhen. Die Gesamtinvestitionen für Schiffe und Container in den Jahren 2008 bis 2011 belaufen sich auf rund 1.700 Millionen Euro.

Bankhaus Lampe erzielt Ergebnis über Plan / Condor Versicherungsgruppe in schwierigem Umfeld gut behauptet

Das Geschäftsjahr 2007 war für das Bankhaus Lampe aufgrund weltweiter Turbulenzen auf den Finanzmärkten besonders herausfordernd. Gleichwohl konnte die positive Entwicklung fortgesetzt werden und trotz ergriffener Maßnahmen zur Risikobegrenzung ein über den Planungen liegendes Ergebnis erwirtschaftet werden. Die Konzernbilanzsumme lag mit 2.833 Millionen Euro über dem Vorjahr (2.711 Millionen), das bilanzielle Eigenkapital beläuft sich auf 203 Millionen Euro gegenüber 190 Millionen Euro im Vorjahr. Die Kundeneinlagen stiegen von 1.823 Millionen Euro auf 2.138 Millionen Euro.

Die Condor Versicherungsgruppe konnte im Jahr 2007 trotz starken Wettbewerbes ihre Marktposition behaupten und erzielte gebuchte Bruttobeiträge in Höhe von 332 Millionen Euro.

Geschäftsbereich Weitere Interessen

Die Unternehmen im Geschäftsbereich Weitere Interessen, die zu unterschiedlichen Branchen gehören, zeigten mit plus 3,2 Prozent insgesamt ein zufriedenstellendes Wachstum und einen Umsatz von 398 Millionen Euro.

Die Chemische Fabrik Budenheim hat in einem schwierigen Marktumfeld eine leichte Zunahme der Absatzmengen und eine Verbesserung im Nettoumsatz erzielt, konnte jedoch die Planvorgaben des Umsatzes und das gute Ergebnis des Vorjahres nicht erreichen.

Die fünf Hotels der Oetker Hotel Collection haben im Geschäftsjahr 2007 das Umsatzniveau des Vorjahres insgesamt erreicht. Dabei wurden Umsatzsteigerungen in vier der fünf Häuser vom Umsatzrückgang im Hotel Le Bristol nivelliert, der auf die umbaubedingte, dreimonatige Hotelschließung zurückzuführen ist. Angesichts dieses Sondereffektes ist die Hotelsparte mit der Verteidigung des Umsatzniveaus sehr zufrieden.

Cash-Flow über 700 Millionen Euro

Dr. Ernst F. Schröder, Finanzchef und persönlich haftender Gesellschafter der Dr. August Oetker KG, zeigte sich ebenfalls mit der Entwicklung des Geschäftsjahres 2007 zufrieden. „Die vernünftige Entwicklung der Oetker-Gruppe setzte sich auch im Jahr 2007 fort mit steigender Ergebnisqualität und aufwärtsgerichteter Ergebnisentwicklung. Dabei hat sich der Risikoausgleich der Oetker-Gruppe wieder einmal bewährt“, erläuterte er bei der Vorlage der Geschäfts-Zahlen.

Die Konzernbilanz der Oetker-Gruppe auf Basis der at-equity-Bewertung der Bank und der Versicherung schloss mit einer Bilanzsumme von 6.092 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr zeigte sich somit ein Anstieg um 326 Millionen Euro (+ 5,7 Prozent); hierbei machten Erst- und Entkonsolidierungseffekte + 44 Millionen Euro aus.

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände lagen im Jahr 2007 bei 947 Millionen Euro und damit um 316 Millionen Euro über dem Vergleichswert des Vorjahres. Die Abschreibungen betrugen 581 Millionen Euro und überschritten den Vorjahreswert um 125 Millionen Euro.

Das Kommanditkapital der Obergesellschaft Dr. August Oetker KG blieb mit 450 Millionen Euro unverändert. Das gesamte offen ausgewiesene Eigenkapital im Konzernabschluss belief sich auf 1.765 Millionen Euro und nahm damit gegenüber dem Vorjahr um 171 Millionen Euro (10,7 Prozent) zu. Die Eigenkapitalquote im Teil-Konzernabschluss – Bank/ Versicherung at equity lag bei 29,0 Prozent nach 27,6 Prozent im Vorjahr.

Dr. Ernst F. Schröder bezeichnete das Ergebnis des Geschäftsjahres 2007 als erfreulich. „Der Cash-Flow lag merklich über 700 Millionen Euro und hatte ein qualitativ und quantitativ sehr ordentliches Niveau“, sagte Dr. Schröder.

(Redaktion)


 


 

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