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Online-Händler misstrauen Facebook

Der Online-Handel reagiert äußerst zurückhaltend auf den Social-Media-Trend. Bloß jeder zweite Händler ist auf Facebook beziehungsweise Twitter aktiv, doch nur jeder Zehnte investiert mehr als ein Zehntel des Marketingbudgets in diese Kanäle.

Das zeigt eine Umfrage des Preisvergleich-Anbieters Become Europe unter 1.000 Händlern, die im Mai 2012 durchgeführt wurde.

Aufwand zu hoch

55 Prozent der Befragten gaben an, dass sie derzeit noch nicht im Social Net vertreten sind oder erst in Zukunft einsteigen wollen. Ihre Vorgangsweise begründen sie vor allem dadurch, dass der Aufwand zu hoch wäre und es sich nicht auszahlen würde (38 Prozent), zudem sehen viele Social Commerce nicht für ihre Zielgruppen relevant (35 Prozent). Insgesamt bloß 22 Prozent glauben, dass sich Facebook und Co signifikant auf den Geschäftserfolg auswirken.

Von den 45 Prozent der aktiven Unternehmen betreiben 89 Prozent eine Fanpage auf Facebook, 48 Prozent sind auf Twitter vertreten und 38 Prozent schalten Werbung auf diversen sozialen Medien. Hauptmotivation dieser Gruppe sind die Gewinnung von Neukunden (64 Prozent), das Branding (50 Prozent) und die Kundenbindung (48 Prozent), zeigt die Become-Erhebung.

Indirekter, dafür langfristiger Nutzen

Bestätigung und Verständnis signalisiert Martin Groß-Albenhausen, Leiter eMarketing & Social Media beim Bundesverband des Deutschen Versandhandels. "Wer seinen gesamten Online-Shop auf Facebook abbilden oder über Facebook verkaufen will, scheitert meist. Ähnliches gilt für Werbung im Facebook-Stream", so der Experte im pressetext-Interview. So sehr Kunden Social-Media-Angebote auch annehmen, sei es sehr schwierig, deren Rolle in der Kaufentscheidung abzubilden.

Die meisten Online-Händler bewegen sich deshalb vorsichtig in sozialen Medien, was Groß-Albenhausen als "nicht kurzsichtige, aber bloß kurzfristige Strategie" bezeichnet. "Kleinere und mittlere Anbieter können sich hohe Budgets für Kanäle, die im Vergleich zum klassichen Online-Marketing viel indirektere Umsätze bringen, nicht leisten." Dennoch mehren sich in der Branche die Beispiele, bei denen der Einsatz von Facebook höhere Wiederkaufsquoten erzielt als Google. "Soziale Medien bringen stabilere Beziehungen, sind aber anfangs teurer."

Kleine Versuche wertvoll

Als "dennoch wichtiges Instrument" bezeichnet Groß-Albenhausen das Social Net deshalb, da die nächste ins Erwerbsalter stoßende Generation keine E-Mails mehr benutzt. "Es ist wichtig, künftig die Sprache zu beherrschen und das richtige Angebot zu liefern. Die Nase vorne werden jene haben, die schon heute kleine Versuche machen." Beispiele dafür sei das Identifizieren der Kundenadresse über Gewinnspiele und Gutscheine, Targeted Ads auf Facebook, die direkt in den Shop lotsen oder die Suche nach Partnern, die das eigene Aktionssortiment testweise auf die eigene Social-Media-Seite stellen.

(pressetext.com)


 


 

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