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IHK Ostwestfalen

Ostwestfalens Industrie weiter auf Internationalisierungskurs

73 Prozent der Industrieunternehmen in Ostwestfalen erwarten in diesem Jahr weiterhin wachsende Exportumsätze, nur zwei Prozent sinkende. „Das ergibt einen Saldo von 71 Prozent – der beste Wert seit sieben Jahren“, betonte Harald Grefe, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK), bei der Vorstellung des IHK-Exportbarometers 2008.

Es beleuchtet die aktuellen Exportgeschäfte der ostwestfälischen Unternehmen und die Exporterwartungen der nächsten Monate und basiert auf Auswertungen der IHK-Konjunkturumfrage und Daten des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik in Nordrhein-Westfalen (LDS). „Mit 36,3 Prozent hat die Exportquote in Ostwestfalen einen neuen Rekord erzielt“, erläutert Grefe, der sich bei der IHK für das Geschäftsfeld International verantwortlich zeichnet. „Besonders erfreulich: die Schere im Vergleich zu den Exportquoten in Bund und in Nordrhein-Westfalen schließt sich langsam.“
Exportwirtschaft behaupte sich


Das Auslandsgeschäft werde für die mittelständischen Unternehmen in der Region immer wichtiger. „Dieser Trend wird sich auch 2008 fortsetzen“, berichtet Grefe, „der Export hält die Konjunktur in Ostwestfalen in Schwung.“ Für einen Abgesang auf die Konjunktur bestehe demnach kein Anlass: Die Exportwirtschaft behaupte sich nach wie vor gegen die schlechten Nachrichten seitens der Weltwirtschaft. In den ersten beiden Monaten 2008 gebe es bundesweit ein sattes Ausfuhrplus im Vergleich zum Vorjahr. Die Schwäche der US-Konjunktur kompensierten die Exportunternehmen durch ihre gute Stellung in den robusten Wachstumsmärkten in Osteuropa und Asien.

Export in Richtung Niederlande, Österreich, Polen und Russland positiv

Zu den internationalen Märkten gibt das IHK-Exportbarometer ein detailliertes Bild. Die einzelnen Märkte wurden von den Unternehmen sehr differenziert bewertet. Grefe: „Die Märkte im europäischen Ausland bleiben weiterhin hoch im Kurs.“ Aus ostwestfälischer Sicht gestalte sich der Export in Richtung Niederlande, Österreich, Polen und Russland besonders positiv. Darüber hinaus seien die Exporterwartungen in diesem Jahr speziell für die Länder China, Schweiz, die Region Südostasien, Dänemark und Schweden hoch gesteckt. „Hingegen werden in Argentinien und Chile aktuell und auch in Zukunft offenbar weniger Marktchancen gesehen“, erklärte der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer.

Größten Zuwächse erreichten Möbelbranche und Metallgewerbe

Ein weiteres Ergebnis des IHK-Außenwirtschaftsbarometer: Die Umsatzzahlen sowie die Branchenerwartungen für das verarbeitende Gewerbe spiegeln deutlich die weiter steigende Wachstumsdynamik der ostwestfälischen Exporte wider. Zum wiederholten Mal wurden 2007 die Vorjahresumsätze übertroffen, laut IHK-Statistik um insgesamt 13,5 Prozent auf 13,1 Milliarden Euro. Die größten Zuwächse erreichten die Möbelbranche (17,7 Prozent), das Metallgewerbe (17,3 Prozent), die Kunststoff- und Gummiindustrie (16,4 Prozent) und der Maschinenbau (14,9 Prozent).

Mit 50 Prozent auf konstant hohem Niveau beläuft sich laut IHK-Exportbarometer der Anteil der Industrieunternehmen, die im Ausland investieren wollen: Hauptmotive dafür sind der Vertrieb und der Kundendienst sowie die Erschließung neuer Märkte. Kostenersparnis als Motiv spielt demnach außerhalb der EU-Beitrittsländer nur eine untergeordnete Rolle.

(Redaktion)


 

 

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