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IHK Ostwesfalen

Positive Ausbildungsentwicklung in Ostwestfalen in den vergangenen Jahren

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) meldet für die vergangenen fünf Jahre einen deutlichen Anstieg der neuen Ausbildungsverträge um 36 Prozent auf 8.435 (2003: 6.195). Gleichzeitig ist die Zahl der bei den ostwestfälischen Arbeitsagenturen gemeldeten Bewerber von 12.857 auf 15.283 um 18 Prozent gestiegen.

In ganz Nordrhein-Westfalen wurden bei den IHK-Berufen im selben Zeitraum 29 Prozent mehr Ausbildungsverträge eingetragen. „Die Zahlen zeigen die überdurchschnittlich positive Ausbildungsentwicklung in Ostwestfalen“, er-läutert IHK-Geschäftsführer Swen Binner.

Die vom Bundesinstitut für Berufsbildung erstellten Statistiken der Ausbildungsstellen und Bewerber, die einen Bewerberüberhang ausdrücken, geben nur die von den Unternehmen offiziell gemeldeten Ausbildungsstellen wieder. „In unserer repräsentativen Umfrage bei den ausbildenden Unternehmen erklärten uns 25 Prozent der befragten Betriebe im vergangenen Jahr, dass sie ihre offenen Ausbildungsstellen überhaupt nicht und weitere 23 Prozent nur hin und wieder den Agenturen für Arbeit melden. Gleichzeitig melden sich Jugendliche aus Sicherheitsgründen bei den Agenturen für Arbeit, obwohl sie keine Ausbildungsstelle suchen“, erklärt Binner.

Zahl der Ausbildungsverträge gestiegen

„Während die Zahl der Ausbildungsverträge in den vergangenen fünf Jahren deutlich gestiegen ist, war die Zahl der zum 30. September gemeldeten unversorgten Bewerber mit circa 1.000 in Ostwestfalen geringer als in 2003 mit rund 1.400 Bewerbern. Von diesen 1.000 gemeldeten Ausbildungsstellenbewerbern sind lediglich 250 zur Nachvermittlung erschienen. Gemeinsam mit unseren Partnern im Ausbildungskonsens konnten wir den Bewerbern circa 200 offene Ausbildungs-stellen sowie 600 Einstiegsqualifizierungspraktika anbieten – ein Angebot, dass daher bis zum Jahresende nicht ausgeschöpft werden konnte“, so der IHK-Geschäftsführer.

Nach seinen Worten beklagen Unternehmen in vielen Bereichen einen Mangel an qualifizierten Bewerbern. Allerdings rechnet er wegen der weltweiten Finanz- und Konjunkturkrise für 2009 mit einem Rückgang zusätzlicher Ausbildungsverträge, wobei auch die Schulabgängerzahlen in 2009 sinken werden.

Im Vergleich der einzelnen Arbeitsagenturbezirke vor allem mit den neuen Bundesländern ist zu berücksichtigen, dass Ostwestfalen eine Zuzugsregion ist und viele junge Leute aus den neuen Bundesländern abwandern. Daher liegen die ostwestfälischen Agenturbezirke in der Statistik des Bundesinstituts im bundesweiten Vergleich auf den hinteren Plätzen.

(Redaktion)


 


 

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