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  • 09.06.2010, 11:52 Uhr
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  • Bielefeld
Stadt der Wissenschaft 2011

Ein Preisgeld für zwei Projekte

Mit 50.000 Euro aus dem Wettbewerb Stadt der Wissenschaft 2011“ werden ein Talentwettbewerb und ein Workshop finanziert.

Bis ins Finale hatte es Bielefeld im Wettbewerb Stadt der Wissenschaft 2011“ des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft geschafft. Am Ende gewann zwar Mainz den Titel, aber für den zweiten Platz prämierte die Jury die Bielefelder Bewerbung mit 50.000 Euro. Welche Projekte mit dem Preisgeld finanziert werden, verrieten Hans-Rudolf Holtkamp, Geschäftsführer Bielefeld Marketing GmbH, und Dr. Annette Klinkert, Leiterin des Wissenschaftsbüros von Bielefeld Marketing, jetzt in einem Pressegespräch.

Die Entscheidung fiel für einen Wettbewerb für Wissenschaftskommunikation und für einen Workshop zur Vorbereitung des Wissenschaftsfestivals GENIALE 2011. Das Wissenschaftsbüro als Schnittstelle von Hochschulen und der Stadt will Bielefeld als Wissenschaftsstandort stärken, sagt Holtkamp. Und wir wollen junge Wissenschaftler motivieren, ihre Forschungen spannend und unterhaltsam in der Öffentlichkeit zu präsentieren, ergänzt Klinkert. Dafür eignet sich ein Talentwettbewerb optimal. Deshalb will das Wissenschaftsbüro den renommierten internationalen Wettbewerb für Wissenschaftskommunikation FameLab nach Bielefeld holen. 35.000 Euro fließen in die Planung, Vermarktung, Organisation und Durchführung eines FameLab-Workshops sowie in den regionalen Vorentscheid und in das Finale in Bielefeld. Talking Science heißt das Motto des Talentwettbewerbs für junge Wissenschaftler.

Auf Initiative des Wissenschaftsbüros von Bielefeld Marketing soll dieser Wettbewerb in Kooperation mit dem British Council Germany 2011 erstmals in Deutschland stattfinden. Die regionalen Vorrunden des ersten FameLab Germany, bei denen junge Natur- und Technikwissenschaftler ihre Themen kreativ vorstellen, sind für Januar und Februar 2011 geplant. Im April 2011 soll das Finale in Bielefeld ausgetragen werden. Der Gewinner reist im Juni 2011 mit Unterstützung durch das British Council zum großen internationalen Finale beim Cheltenham Science-Festival nach England. Dort fand 2005 das erste FameLab statt mit dem Ziel, dem wissenschaftlichen Nachwuchs ein Forum in der Öffentlichkeit zu geben und junge Talente zu vernetzen. Der Ablauf ist international gleich: In einem dreiminütigen Vortrag präsentiert jeder Kandidat sein Thema vor Publikum und einer Fachjury. Zur Präsentation ist alles erlaubt, was am Körper getragen werden kann zum Beispiel ein Kontrabass, ein aufblasbarer Delphin oder ein Totenschädel.

Teilnehmen können junge Wissenschaftler aus allen Bereichen der Natur- und Technikwissenschaften zwischen 21 und 35 Jahren. Die Jury setzt sich aus prominenten Vertretern der Bereiche Forschungsförderung und Medien zusammen. Von den restlichen 15.000 Euro des Preisgeldes soll während der GENIALE 2011 in der Innenstadt eine DenkWerkStadt eingerichtet werden. Darin sollen Workshops, Vorträge und Performances junger Wissenschaftler stattfinden, erklärt Klinkert. Zur Vorbereitung bietet das Wissenschaftsbüro von Bielefeld Marketing am Donnerstag und Freitag, 10. und 11. Juni, einen Workshop mit Simon Gage, Direktor des Science-Festival Edinburgh, an. Unter dem Titel How to Communicate Science to the Public soll der zweitägige Workshop zu einer Qualifizierung junger Wissenschaftler für die Präsentation ihrer Arbeit im öffentlichen Raum beitragen. Und damit auch eine stärkere Vernetzung von Wissenschaft und Stadt erzielen, sagt Holtkamp. Bielefelder Doktoranden, Post-Doktoranden und wissenschaftliche Mitarbeiter aller Fachbereiche sowie wissenschaftliche Mitarbeiter von Bielefelder Kultur- und Bildungseinrichtungen sind am Donnerstag und Freitag, jeweils von 9 bis 18 Uhr, zu dem Workshop im Bielefelder Bildungszentrum im Jugendgästehaus eingeladen.

(Redaktion)


 

 

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