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PwC schaut in die Glaskugel

Alles digital und immer online

Fernsehwerbung lebt, Internet holt auf

Da das Internet im Alltag der Konsumenten immer mehr Raum einnimmt, steigt auch die Bedeutung der Online-Werbung weiter. Bis zum Jahr 2016 werden die im Internet erzielten Werbeeinnahmen um jährlich 15,9 Prozent auf dann 188 Milliarden US-Dollar zulegen. Für das mobile Internet prognostizieren die Experten sogar einen Anstieg um durchschnittlich 36,5 Prozent. „Soziale Netzwerke, personalisierte Suchmaschinen-Werbung und ortsabhängige Services bieten der Werbeindustrie hervorragende Chancen, potenzielle Käufer zielgenau anzusprechen. Auf der anderen Seite wachsen bei den Konsumenten die Datenschutzbedenken. Eine dauerhaft erfolgreiche Werbestrategie muss diese Sorgen ernst nehmen und den Verbrauchern gleichzeitig einen nachvollziehbaren Gegenwert für die von ihnen preisgegeben Daten liefern“, betont Ballhaus. Auch wenn das Internet aufholt, bleibt das Fernsehen zumindest mittelfristig die wichtigste Werbeplattform. Die Erlöse aus TV-Spots und Werbesendungen werden bis 2016 um durchschnittlich 6,6 Prozent auf knapp 255 Milliarden US-Dollar steigen. Allerdings sind in dieser Summe auch die Einnahmen enthalten, die TV-Sender durch Werbung auf eigenen Internetseiten erzielen.

Deutscher Medienmarkt fällt zurück

Die Gewichte in der globalen Medienbranche werden sich in den kommenden Jahren nicht nur auf Grund der technologischen Entwicklung verschieben, sondern auch wegen des anhaltenden Wirtschaftsbooms in den Schwellenländern. Mit einem Umsatz von 109 Milliarden US-Dollar hat China bereits im vergangenen Jahr Deutschland (99 Milliarden US-Dollar) als drittgrößten Medienmarkt abgelöst – den zweithöchsten Umsatz verbuchte Japan (193 Milliarden US-Dollar), während die USA mit einem Branchenerlös von fast 464 Milliarden US-Dollar unangefochten an der Spitze lagen. Bis 2016 werden die Erlöse der Medienbranche in China nach Einschätzung der PwC-Experten um jahresdurchschnittlich zwölf Prozent wachsen und damit schneller als in jedem anderen Land. Auf dem zweiten Rang folgt Brasilien. Mit einem Umsatzplus von durchschnittlich 10,6 Prozent pro Jahr wird der südamerikanische Staat bis 2016 voraussichtlich an Kanada und Italien vorbeiziehen.

Im „Global Entertainment and Media Outlook“ analysiert PwC alljährlich die Schlüsseltrends in der weltweiten Unterhaltungs- und Medienbranche. Aus den Trends werden Umsatzprognosen für 13 Teilbranchen des Medienmarktes in 48 Ländern abgeleitet. Zu den beobachteten Segmenten zählen Internet (Werbeeinnahmen und Zugangsentgelte), Fernsehen (Werbung, Gebühren und andere Entgelte, beispielsweise für Pay-TV), Musik (u.a. Tonträgerverkauf und Downloads), Film (Kino, DVD-Verkauf und -Verleih sowie Downloads), Videospiele und Radio. Hinzu kommen die Verkaufs- und Werbeerlöse der klassischen, überwiegend nicht-elektronischen Medien (Zeitungen, Fach- und Publikumszeitschriften sowie Bücher) und Außenwerbung.

(Redaktion)


 


 

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