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Rechtstipp: Provisionen bei ringweiser Vermittlung von Policen

Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs müssen Provisionen aus der Vermittlung von Lebensversicherungen auch dann versteuert werden, wenn verschiedene Berater sich ringweise die Policen vermitteln und die Provisionen jeweils an den Versicherten weitergeben. In dem Fall hatten verschiedene Versicherungsvermittler jeweils Verträge für einen Kollegen vermittelt und dafür Provisionen erhalten. Die erhaltenen Provisionen wurden an den jeweiligen Kollegen weitergeleitet, während jeder für seine abgeschlossene Versicherung ebenfalls die Provision des Kollegen erhielt.

Die drei Vermittler wollten die von der Versicherungsgesellschaft erhaltenen Provisionen jeweils um den Betrag mindern, den sie an den Kollegen weitergeben mussten, sodass keine Steuern fällig gewordenwären. Das aber machten die Bundesrichter nicht mit, denn immerhin hatten jeder der Drei ja auch einen eigenen Anspruch gegen einen Kollegen. So hat der erste Vermittler das Geld nicht nur an seinen Kollegen weitergegeben, sondern von einem weiteren Kollegen auch Geld erhalten, das nicht unter den Tisch fallen darf. Die erhaltenen Provisionen für die vermittelten Policen mussten demnach voll
versteuert werden.

(AZ: IX R 34/07)

(Redaktion)


 


 

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