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Wirtschaftsministerium

Rückgang der Aufträge in der Industrie

Die Auftragseingänge in der deutschen Industrie sind vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes und der Deutsche Bundesbank zufolge im Dezember erneut kräftig um preis- und saisonbereinigt 26,9 Prozent zurückgegangen. Das gab das Bundeswirtschaftsministerium heute in Berlin bekannt.

Im Vormonat hatten sie aufwärts revidiert um 5,3 Prozent abgenommen. Der Umfang an Großaufträgen war für einen Dezember überdurchschnittlich. Die Auslandsnachfrage gab mit -9,4 Prozent stärker nach als die Inlandsnachfrage, die um 4,3 % sank. Bei den Auslandsorders bremste nach Angaben des Bundeswirtschaftsminsiteriums die Bestelltätigkeit aus der Eurozone (-15,2 Prozent) deutlicher als die aus der Nicht-Eurozone (-5,1 Prozent). Alle drei industriellen Hauptgruppen verbuchten im Dezember erneut weniger Bestellungen als im Vormonat. Am stärksten fiel der Rückgang mit -9,1 Prozent bei den Investitionsgüterproduzenten aus. Bei den Vorleistungsgüterproduzenten verringerte sich das Ordervolumen um 5,0 Prozent und bei den Konsumgüterproduzenten um 3,1 Prozent.

Die Inlands- und Auslandsnachfrage schwächten sich im Zweimonatsvergleich nahezu gleichermaßen ab

Im Zweimonatsvergleich (November/Dezember gegenüber September/Oktober) ging laut Ministerium die Nachfrage nach industriellen Erzeugnissen preis- und saisonbereinigt um 11,6 Prozent zurück. Im gesamten vierten Quartal lag das Ordervolumen um 15,7 Prozent unter dem dritten Quartal. Die Inlands- und Auslandsnachfrage schwächten sich im Zweimonatsvergleich nahezu gleichermaßen kräftig ab (-12,0 bzw. -11,3 Prozent). Innerhalb der industriellen Hauptgruppen nahm das Auftragsvolumen bei den Vorleistungs- und Investitionsgüterproduzenten deutlich um 13,9 bzw. 11,5 Prozent ab. Die Konsumgüterproduzenten erhielten 3,3 Prozent weniger Bestellungen.

Ihren Vorjahresstand unterschritten die Auftragseingänge in der Industrie im Zweimonatsdurchschnitt (November/Dezember) je Monat um 25,9 Prozent. Die Auslandsaufträge lagen um 29,6 Prozent und die Inlandsaufträge um 21,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Rückgang der Bestelltätigkeit setzt sich in unvermindertem Tempo fort

Der Rückgang der Bestelltätigkeit setzt sich in unvermindertem Tempo fort. Inlands- und Auslandsbestellungen nehmen in der Tendenz nahezu gleichermaßen kräftig ab. Die Aussichten für die Industrieproduktion bleiben vor diesem Hintergrund für die kommenden Monate äußerst gedrückt.

(Redaktion)


 


 

Michael Glos
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