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  • 10.02.2010, 09:30 Uhr
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  • Ruhr
Gesundheitsreport

Vier Millionen Erwerbstätige leiden unter schweren Schlafstörungen

Krankenstand stieg 2009 auf 3,4 Prozent

Für den Gesundheitsreport hat die DAK die Krankschreibungen von 2,5 Millionen erwerbstätigen Mitgliedern mit Hilfe des IGES Instituts aus Berlin ausgewertet. Das Ergebnis des Gesundheitsreports: Schlafprobleme sind bei Berufstätigen weit verbreitet. Die Hälfte der Befragten fühlt sich betroffen (21 Prozent häufiger, 28 Prozent manchmal). Umgerechnet auf die erwerbstätige Bevölkerung sind das rund 20 Millionen Personen. Das heißt jedoch nicht, dass sich alle Betroffenen deshalb ärztlich behandeln oder gar krankschreiben lassen.

Intensiver leiden rund 14 Prozent unter mittelschweren Schlafstörungen. Besonders belastet sind knapp zehn Prozent, die schwere Schlafstörungen haben: In dieser Gruppe schlafen bis zu vier Millionen Berufstätige mehr als dreimal pro Woche schlecht und quälen sich fast jeden Tag stark übermüdet durch ihren Arbeitstag.

Ab dem 45. Lebensjahr gibt es ein Drittel mehr Frauen mit Schlafstörungen als Männer. Frauen liegen öfter und länger nachts wach als Männer. Männer schlafen jedoch im Unterschied zu Frauen kürzer, oft weniger als sechs Stunden. Mit steigendem Alter nehmen Schlafprobleme für beide Geschlechter kontinuierlich zu.

Schlafkiller Nummer 1 sind laut Gesundheitsreport Stress und Belastungen. Dazu gehören auch Konflikte im Job, die sich angesichts der Wirtschaftkrise verstärkt haben, so die Experten. Jeder Vierte grübelt nachts über Ängste und Sorgen. Ebenfalls schlecht für die Nachruhe sind Schichtarbeit und Jobs nach 20 Uhr. Hier plagt sich jeder Fünfte bei der Nachtruhe. Als weitere Ursachen für einen gestörten Schlaf nennen die Befragten Schmerzen sowie Lärm. 

Wer sich mithilfe einer Tablette in den wohlverdienten Schlaf wiegen lassen möchte, der muss wissen, dass diese zwar ein wichtiger Therapiebaustein sein können, andererseits werden sie von den Ärzten oft falsch und besonders bei älteren Patienten zu lange verordnet.

(Redaktion)


 


 

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