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IHK-Gründungsreport 2013: Frauen zu Existenzgründungen ermutigen

Der sich bereits 2011 abzeichnende Trend im Existenzgründungsgeschehen in den Bereichen Industrie, Handel und Dienstleistungen mit einem damaligen Minus von zwölf Prozent in Ostwestfalen setzte sich im Vorjahr fort: Die Zahlen der Gewerbeanmeldungen waren erneut rückläufig.

Der sich bereits 2011 abzeichnende Trend im Existenzgründungsgeschehen in den Bereichen Industrie, Handel und Dienstleistungen mit einem damaligen Minus von zwölf Prozent in Ostwestfalen setzte sich im Vorjahr fort: Die Zahlen der Gewerbeanmeldungen waren erneut rückläufig. 2012 suchten in Ostwestfalen insgesamt 9.881 Gründer den Weg in die Selbstständigkeit, zehn Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor (1.091 absolut). Das geht aus dem „Gründungsreport Ostwestfalen 2013“ hervor, den die IHK jetzt herausgegeben hat. Auch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag beklagt bundesweit einen historischen Tiefstand an Gründungen seit der Wiedervereinigung. „In Ostwestfalen gilt es, Frauen noch deutlich mehr zu Gründungen zu ermutigen, denn es gibt viele gut ausgebildete weibliche Fachkräfte mit kreativen Ideen“, erläutert Harald Grefe, stellvertretender IHK-Hauptgeschäfts-führer. Der Anteil der Existenzgründungen von Frauen lag 2012 in Ostwestfalen bei 37 Prozent.


„Dämpfte schon 2011 die gute Konjunktur das Gründungsinteresse, so wurde dieser Effekt 2012 noch verstärkt durch restriktivere Förderbedingungen und Kürzungen des Budgets beim Gründungszuschuss der Bundesagentur für Arbeit, die im vorigen Jahr 77 Prozent weniger Anträge auf Gründungszuschuss bewilligte“, betont der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer. Der negativen Entwicklung müsse man entgegensteuern, denn für die Wirtschaft, seien Neugründungen der Motor. „Sie bringen Innovationen und Wandel hervor und sorgen für weitere Arbeitsplätze“, unterstreicht Grefe. „Wie viele Menschen den Sprung in die Selbstständigkeit wagen, hängt hierzulande allerdings maßgeblich von der Arbeitsmarktsituation ab. Gibt es gute Chancen auf ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis, wird dieses in der Regel vorrangig angestrebt. Denn besonders die Angst, mit einem eigenen Unternehmen zu scheitern, hält viele davon ab selbst Chefin oder Chef zu werden.“
Dem will die IHK mit dem Gründungsreport 2013 ein wenig entgegenwirken, denn das Druckwerk richte sich in erster Linie an Gründungsinteressierte und will Chancen und Risiken aufzeigen, aber auch für die Selbstständigkeit als Alternative zur Festanstellung werben. Interessenten fänden deshalb in der Broschüre das Dienstleistungsangebot der IHK für Gründer sowie Tipps zur Existenzgründung.


Darüber hinaus enthält der IHK-Gründungsreport diverse Statistiken zum Existenzgründungsgeschehen in Ostwestfalen. Demnach bleibt Bielefeld bei den absoluten Zahlen mit 2.262 Neugründungen Spitzenreiter in der Region, auf Platz zwei liegt der Kreis Gütersloh mit 2.041. Die Kreise Paderborn (1.814 Gründungen) und Minden-Lübbecke (1.596) folgen. Im Kreis Herford wagten 1.539 Personen den Sprung in die Selbstständigkeit und im Kreis Höxter waren es 629. Bei den Branchen liegt der Wirtschaftszweig „Sonstige Dienstleistungen“ mit 32,5 Prozent der Neugründungen an erster Stelle, gefolgt vom Einzelhandel (21,6 Prozent), dem Bereich Beratung/EDV/Werbung (11,4 Prozent) und der Industrie (9,8 Prozent). Der „Gründungsreport Ostwestfalen 2013“ ist bei der IHK kostenlos erhältlich und kann unter der Telefonnummer 0521 554-0 angefordert werden.

(Redaktion)


 


 

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