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10 Fragen zu 2010

Ulrich W. Siekmann, geschäftsführender Gesellschafter der SieMatic Möbelwerke

Für Ulrich W. Siekmann ist 2010 das Jahr des „moderaten Aufschwungs“. Der Markt kommt zurück. Für das Unternehmen steht dieses Jahr das Markenjubiläum mit „50 Jahre SieMatic, 50 Jahre grifflose Küchen“ im MIttelpunkt.

1.) + 2.) Wie beurteilen Sie die aktuelle wirtschaftliche Lage in Ihrer Branche? Wie deutlich haben Sie 2009 die Ausmaße der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise gespürt?

Ulrich W. Siekmann: Aufgrund der mehr oder weniger großen Exportabhängigkeit – gerade im Premiumsegment – spüren wir durchaus Absatzeinbußen. Es ist jedoch bereits eine Bodenbildung zu spüren. So ist in Märkten wie USA und auch in Kern-Europa seit dem dritten und vierten Quartal 2009 wieder eine deutliche Erholung zu verzeichnen. Für uns hatte die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise in erster Linie einen Rückgang im Projektgeschäft in diversen Märkten zur Folge – allerdings gepaart mit einer deutlich positiven Entwicklung in Asien, insbesondere in China.

3.) Wird dieses Jahr weiterhin ein Jahr der Krise oder eines des Aufschwungs sein?

Ulrich W. SiekmannWir sehen 2010 als Jahr des „moderaten Aufschwungs“. Der Markt kommt zurück.

4.) Was sind die wichtigsten Trends, die Ihre Branche in diesem Jahr maßgeblich bestimmen werden?

Ulrich W. SiekmannWir sehen in erster Linie drei bestimmende Trends für die Küchenbranche:
- Multimedia: Die Küche fungiert in Zukunft nicht mehr als klar vom Wohn- und Essbereich getrennter Arbeitsraum, sondern als Begegnungsstätte für Familie und Freunde. In unserer SieMatic S1 beispielsweise kann man daher nicht nur das Kochen genießen – auf Wunsch lassen sich TV, CD, DVD, Radio, Internet sowie ein iPod Dock integrieren, inklusive High-End-Akustik.

- Individualität in Ausstattung und Design: Der Wunsch nach Individualität im eigenen Heim hält an. Wir werden immer mehr wegkommen vom reinen „schönen Schein“ einer Küche hin zum wirklich Sinnvollen. Ich denke dabei an Ergonomie, das Achten auf Laufwege beispielsweise. Gutes Design wird allerdings wichtig bleiben.

- Qualität und Service: Die Kunden erwarten kompetente Beratung und Begleitung – von der Küchenplanung bis weit über den Aufbau der Küchenmöbel hinaus. Unsere Kunden können sich daher auch nach Jahrzehnten auf uns verlassen. Besonderen Wert legen wir auf die intensive Zusammenarbeit mit ausgewählten Händlern im Rahmen unserer PremiumPartnerschaft, ein in dieser Form einzigartiges Hersteller-Händler-Konzept. 

5.) Welche Chancen und Risiken wird das Jahr 2010 für Sie bringen?

Ulrich W. SiekmannDie Risiken liegen in weiteren allgemeinen wirtschaftlichen „Rückschlägen“, die die generelle Kaufbereitschaft weiter bremsen könnten. Chancen sehen wir dagegen insbesondere in der Bereitschaft zur Veränderungen – und zwar auf allen Stufen der Wertschöpfungskette .

6.) Welche Zielsetzungen haben Sie sich für dieses Jahr vorgenommen?

Ulrich W. SiekmannNeben der Gewinnung von Neukunden und dem Ausbau unseres internationalen Geschäfts steht 2010 für uns im Fokus, unser Sortiment in der „oberen Mitte“ auszuweiten. Dafür haben wir mit der Einführung der SieMatic S2 im vergangenen Jahr bereits einen wichtigen Schritt getan. Als „Erfinder“ der grifflosen Küche haben wir mit der S2, für die wir eine Reihe von Design- und Funktionselementen unserer „Multimedia-Küche“ SieMatic S1 übernommen haben, einen neuen Standard gesetzt. Ein weiteres Beispiel ist unsere CompactDesign-Edition, mit der wir insbesondere junge, designorientierte Kunden ansprechen. „Nicht die Größe zählt, sondern die Idee“ lautet das Credo der kompakten, intelligenten Planungen von hoher Wertigkeit – gerade für kleinere Küchen.

7.) Sind Sie mit dem Standort Ostwestfalen-Lippe und dessen Image zufrieden? Welche Faktoren schätzen Sie besonders? Oder haben Sie diesbezüglich Verbesserungsvorschläge?

Ulrich W. Siekmann: Man kann es nicht oft genug betonen: Die Region Ostwestfalen-Lippe ist ein idealer „Möbelstandort“, der sich durch ein großes Netzwerk von Zulieferern, hohes fachliches Know-how, kurze Wege und beste Kommunikation auszeichnet.

8.) Welches Thema hat Sie im vergangenen Jahr neben der Wirtschaftskrise am meisten beschäftigt – sowohl positiv als auch negativ?

Ulrich W. Siekmann: Als Inhaber und Geschäftsführer eines Familienunternehmens lässt es mich natürlich nicht kalt, wenn traditionsreiche Firmen wie Karmann, Rosenthal, Schiesser, Märklin oder Quelle vom Markt verschwinden. Für uns bedeutet das, sich Tag für Tag die Bedeutung einer starken Marke wie SieMatic vor Augen zu führen und immer wieder aufs neue zu überlegen: Was können wir noch besser machen, an welchen Stellschrauben können wir noch drehen, damit dieses Unternehmen nach wie vor erfolgreich und unabhängig seinen Weg in die Zukunft gehen kann.

9.) Wer hatte Ihrer Meinung nach 2009 den schwierigsten Job?

Ulrich W. Siekmann: Auf unser Unternehmen bezogen, hatte der Vertrieb im vergangenen Jahr eindeutig die schwerste Aufgabe.

10.) Haben Sie für das Jahr 2010 ein bestimmtes Motto?

Ulrich W. Siekmann: Für uns steht das Jahr 2010 ganz im Zeichen von „50 Jahre SieMatic, 50 Jahre grifflose Küchen“. Insofern freuen wir uns schon sehr, unser Markenjubiläum im Unternehmen sowie mit Partnern und Kunden zu feiern.

http://www.siematic.com

(Redaktion)


 


 

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