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Social Media Belästigung

Inkasso-Mafia jagt Schuldner auf Facebook

Dass soziale Netzwerke wie Facebook oder Xing Unmengen von Daten ihrer Nutzer speichern, ist hinlänglich bekannt. Neu ist, dass Geldeintreiber eben diese Netzwerke nutzen, um an Informationen über ihre Schuldner zu kommen und diese online unter Druck zu setzen.

 Vor allem Facebook entwickelt sich aufgrund der hohen Nutzerzahl zur attraktiven Plattform für den Exekutor, wie die Huffington Post berichtet. Die Geldeintreiber erstellen falsche Profile, um an die Daten ihrer Zielpersonen zu gelangen oder diese wegen ihrer Schulden online an den Pranger zu stellen. Teilweise tarnen sich die Inkasso-Büros sogar als Bekannte ihrer Opfer, um den Kontakt herzustellen. Auch mit der Exhumierung toter Verwandter wird zuweilen gedroht. In England ist das Problem ebenfalls bekannt. Hier wurde nach etlichen Beschwerden ein Gesetz erlassen, das Geldeintreibern Online-Belästigung verbietet.

Keine Fälle in Deutschland

In Deutschland ist noch kein Fall derartiger Schuldeneintreibung bekannt, erklärt Sven Polenz, Referatsleiter beim Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein. Probleme mit zunehmend aggressiven Inkasso-Büros gibt es aber auch hier: "Social-Media-Belästigung war bisher noch kein Thema. Eine bundesweite Untersuchung von 4.000 Beschwerden durch die Verbraucherzentrale hat aber ergeben, dass die Forderungen der Inkasso-Firmen zu 95 Prozent unzulässig sind. Druck und persönliche Drohungen scheinen noch Einzelfälle zu sein", sagt Edda Castello von der Rechtsabteilung der Verbraucherzentrale


(Redaktion)


 


 

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