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Zukunftstechnologie

Maschinenbau setzt weiter auf Photovoltaik

Alte Standbeine und neue Themenfelder

„Keiner will die Solarsparte streichen", betont VDMA-Experte Eric Maiser. „Wir gehen davon aus, dass die internationalen Märkte wieder anziehen und zudem das Nachrüstgeschäft an Bedeutung gewinnt", sagt Maiser. Außerdem könnten die Unternehmen zur Überbrückung der Krise auch auf andere Sparten bauen. „Die wenigsten Firmen stellen ausschließlich Maschinen und Komponenten für die Solarindustrie her."

Das Unternehmen Gerold zum Beispiel fokussiert sich wieder stärker auf sein Kerngeschäft, die Ausstattung der Automobilindustrie mit Glasmaschinen. Auch die großen, marktführenden Solarzulieferer wie der italienische Glasspezialist Bottero, Centrotherm oder Meyer Burger aus der Schweiz stützen sich auf alte Bereiche wie Halbleiter und Mikroelektronik. Andere wie Jenoptik erschließen neue Themenfelder. Seit Ende vorigen Jahres bietet die Jenaer Firma Laseranlagen zur Herstellung von Hightech-Glas für energiesparende „Smart Windows" an. Diese Fenster lassen sich elektronisch an die äußeren Lichtverhältnisse anpassen. So können Nutzer Lichteinfall und Raumtemperatur und somit den Energieverbrauch selbst regeln. Da die Produktion des Hightech-Glases der Dünnschichtherstellung ähnelt, kann Jenoptik hierfür die gleiche Lasertechnologie anbieten.

Zukunftstrend Speichertechnologie

Maiser erkennt einen weiteren Trend bei den Zulieferern. „Immer mehr unserer Mitglieder steigen in die Speichertechnologie ein." Die Firmen entwickelten eigene Speicherlösungen für Solarstrom und die geeigneten Produktionsmaschinen dafür. Wie zum Beispiel der süddeutsche Ausrüster Schmid. Die Firma forsche nach Angaben ihres Sprechers Christoph Kübler an Flüssigspeichern für verschiedene Einsatzbereiche wie die PV, die Elektromobilität und das Gesundheitswesen.

Auf der Speicherkonferenz Energy Storage, die die Messe Düsseldorf gemeinsam mit dem Berliner Wissensdienstleister Solarpraxis im Frühjahr 2012 ausrichtete, wurde bereits deutlich: Energiespeicher sind ein absolutes Zukunftsthema. Deutschland hat die Energiewende mit steigenden Anteilen erneuerbarer Energien beschlossen. Damit an sonnenreichen Tagen oder bei kräftigem Wind Solar- und Windstrom nicht ungebremst in die sensiblen Stromnetze rauschen, muss die überschüssige Ökoenergie für Zeiten hohen Bedarfs zwischengespeichert werden. Das gelingt unter anderem mithilfe großer Pumpspeicher, durch Umwandlung von Ökostrom in Wasserstoff und Methan mittels Elektrolyse und Methanisierung sowie mit Batterien. „Wer auf Speichertechnik setzt, hat mit Sicherheit eine positive Perspektive", sagt Maiser.

(Redaktion)


 


 

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