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Städtebau und Stadtentwicklung

Erster Preis beim Gestaltungswettbewerb bleibt in Gütersloh

Der erste Preis für den städtebaulichen Wettbewerb zur Gestaltung des Quartiers Kaiserstraße bleibt in der Stadt. Die Jury unter der Leitung von Professor Zvonko Turkali (Frankfurt a.M.) entschied sich am Dienstag einstimmig für den Entwurf der Gütersloher Architekten Walter Hauer und Raimund Heitmann, die sich für den Wettbewerb zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen hatten.

Außer dem ersten Preis vergab die Jury zwei dritte Preise. Sie gingen an springmeier architekten aus Braunschweig zusammen mit lohrer hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner (München-Magedeburg-Perach) sowie an studioinges Architektur und Städtebau, Berlin. Anerkennungen erhielten folgende Entwürfe: Pfeiffer.Ellermann.Preckel und Christoph Ellermann, Münster sowie Siegbert Felmeier, Münster mit JKL-Junker + Kollegen Landschaftsarchitektur, Georgsmarienhütte.

Im Sommer vergangenen Jahres wurde der städtebauliche Wettbewerb für das so genannte Wellerdiek-Areal zwischen Kaiserstraße und Eickhoffstraße beschlossen. Rahmenbedingungen waren eine Mischung aus Einzelhandel, Wohnen, Dienstleistungen, Gastronomie und Büroflächen, wobei die Flächen für den Einzelhandel 9 000 Quadratmeter nicht überschreiten sollten. Erhalten bleiben sollte außerdem der historische Bau des ehemaligen Altenheims an der Kaiser-/Ecke Friedrich-Ebert-Straße. Beim Siegerentwurf der beiden Gütersloher Architekten zeigte sich die Jury, der auch Mitglieder aller Gütersloher Ratsfraktionen, heimische und auswärtige Architekten und Stadtplaner sowie von der Stadtverwaltung Stadtbaurat Henning Schulz und Dr. Michael Zirbel (FB Stadtplanung) angehörten, besonders von dem harmonischen Verhältnis zwischen der Gestaltung der Gebäude und dem Umfeld sowie der Einbeziehung bestehender Gebäude überzeugt: Innerhalb des definierten Blocks gelinge es, ein interessantes neues Raumgefüge zu etablieren und einen gut proportionierten Quartiersplatz einzubinden, der als definierter Hof zugleich intimen Charakter haben könne, heißt es unter anderem im Protokoll der Jurysitzung – und weiter: „Ein Baustein dieser Lösung bleibt das Café Alex, das jedoch ebenso – auch zu einem späteren Zeitpunkt – durch einen weiteren Neubau ersetzt werden kann. Konsequent wird dieser Blockinnenraum nicht unterbaut, so dass Baumpflanzungen realisierbar sind. Durch die Aufteilung entstehen drei größere Module mit eigenen ruhigeren Innenhöfen. Der vorhandene Baubestand wird auf diese Weise ausgesprochen gut in das baulich-räumliche Gefüge integriert, Rückseiten werden nicht zur Raumbildung herangezogen. Die Bebauung wird auf maximal vier Geschosse beschränkt und vermittelt einen für Gütersloh angemessenen Charakter. Zwei großflächigere Angebote für Einzelhandel sind geschickt in die Module zu Nordwesten und Südosten eingebunden…“ Insgesamt biete der intensiv durchgearbeitete Entwurf vielversprechende Antworten auf nahezu alle Problemstellungen der Aufgaben.

Bürgermeisterin Maria Unger, die bei der Eröffnung der Ausstellung mit den Wettbewerbsbeiträgen am Freitag (14.2.) im Möbelhaus Wellerdiek die Preise und Auszeichnungen übergab, dankte allen – insgesamt 13 - Teilnehmern für die kreativen Impulse, die sie mit ihren Arbeiten für die Zukunft dieses Innenstadtquartiers gegeben: hätten. „Ich glaube, es ist nicht vermessen festzustellen, dass wir mit dem Juryvotum über die zukünftige Gestalt dieser wertvollen innerstädtischen Flächen einen gehörigen Schritt weiter gekommen sind.“ Im nächsten Schritt werde nun der Siegerentwurf weiter entwickelt, bis aus dem Rahmenplan ein Bebauungsplan werde. Parallel dazu müssten sich potenzielle Investoren und Grundstückseigentümer zusammenfinden, um das Projekt weiter voranzutreiben.

Die Ausstellung selbst bleibt bis Dienstag, 25. Februar, zu folgenden Zeiten geöffnet: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 10 bis 13 Uhr und 14.30 Uhr bis 18 Uhr, dazu am Sonntag, 16. Februar von 14 bis 17 Uhr und Samstag, 22. Februar von 10 bis 13 Uhr.

Pläne und Ansichten der Entwürfe auch unter www.stadtplanung.guetersloh.de

(Redaktion)


 


 

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