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Universität Bielefeld

Startschuss für Spitzenforschung auf dem Gebiet "Intelligente Systeme"

Mit einer Festveranstaltung wurde heute an der Universität Bielefeld der Exzellenzcluster "Cognitive Interaction Technology" feierlich eröffnet. Damit hat die im Rahmen der Exzellenzinitiative geförderte zentrale wissenschaftliche Einrichtung offiziell ihre Arbeit aufgenommen: Künftig werden 250 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf dem Gebiet "Mensch-Maschine-Kommunikation" forschen.

"Dies ist ein denkwürdiger Tag in der Geschichte der Universität Bielefeld", begrüßte der Rektor der Universität Bielefeld, Prof. Dr. Dieter Timmermann, die Gäste im Auditorium Maximum. Der Anlass war die feierliche Eröffnung des Exzellenzclusters "Cognitive Interaction Technology". Es ist eines der beiden Projekte, mit dem die Universität Bielefeld die Gutachter der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder im vergangenen Jahr überzeugen konnte.

Künftig werden 250 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Bielefeld die Interaktion zwischen Mensch und Maschine (beispielsweise Robotern) untersuchen und auf diesem Gebiet Spitzenforschung betreiben. "Das Forschungsziel des CITEC ist die Vereinfachung der Kommunikation mit technischen Systemen", erklärte Prof. Dr. Helge Ritter, Sprecher des Exzellenzclusters. Dafür wollen die Wissenschaftler die Maschinen mit den erforderlichen kognitiven Fähigkeiten ausstatten. Zehn neue Forschungsgruppen wurden geschaffen, bestehend aus Informatikern, Biologen, Linguisten, Physikern, Psychologen und Sportwissenschaftlern.

Der Cluster vernetzt Forscher aus fünf Fakultäten der Universität Bielefeld sowie das Europäische Centrum für Mechatronik in Aachen als weiteren Kooperationspartner. Zusätzlich beteiligen sich im Bereich der Anwendung Unternehmen wie Bertelsmann, Honda und Miele. "In CITEC eingebettet ist auch eine Graduiertenschule mit etwa 50 Stipendiaten", so Ritter weiter. "Gezielte Nachwuchsförderung ist eines unserer zentralen Anliegen."

"Diese Veranstaltung soll der Startschuss für viele Jahre außergewöhnlicher und außergewöhnlich erfolgreicher Forschungsarbeit sein", freute sich Rektor Timmermann. Er dankte den beteiligten Wissenschaftlern und Mitarbeitern für ihren Einsatz im Exzellenzwettbewerb: "Viele von Ihnen sind an die Grenze ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit gegangen - und oft auch darüber hinaus. Der Erfolg war hoffentlich eine ausreichende Entschädigung für die großen Anstrengungen zuvor."

Während einer multimedialen Präsentation wurde die Struktur des Exzellenzclusters "Cognitive Interaction Technology" auf der Festveranstaltung vorgestellt. Er gliedert sich in die vier Arbeitsbereiche Bewegungsintelligenz, Systeme mit Aufmerksamkeit, Situierte Kommunikation sowie Gedächtnis und Lernen.

Folgende Fragestellungen werden untersucht: 1. Bewegungsintelligenz: Wie können wir Wahrnehmung und Aktionen integrieren, um Robotern intelligente Bewegungen und das Assistieren des Menschen in realen Situationen zu ermöglichen?

2. Systeme mit Aufmerksamkeit: Wie schafft es ein System, das Wichtige zu verstehen, sich darauf zu konzentrieren und Aufmerksamkeit mit dem Menschen zu teilen?

3. Situierte Kommunikation: Wie können wir Sprache, Wahrnehmung und Aktionen so koordinieren, dass die Kooperation zwischen Menschen und technischen Systemen natürlich verlaufen kann?

4. Gedächtnis und Lernen: Welche Gedächtnisstruktur erlaubt Allgemeinheit, Flexibilität und Skalierbarkeit, um autonomen, intelligenten Systemen die Möglichkeit zu geben, Wissen über Situationen zu lernen, zu speichern und abzurufen sowie ihre Fertigkeiten zu verbessern?

Die Förderung des CITEC aus den Mitteln der Exzellenzinitiative läuft zunächst bis Oktober 2012 und beträgt jährlich 6,5 Millionen Euro. Die geschaffenen Strukturen sind jedoch langfristig angelegt, so dass dieser Forschungsschwerpunkt auch darüber hinaus an der Universität Bielefeld fortbestehen wird.

(owl/kos)


 


 

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