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Abgeltungsteuer

Steuern sparen mit Börsenverlusten

(bo/ddp.djn). Die Abgeltungsteuer bringt Anlegern deutliche Vorteile, wenn sich Wertpapiere einmal nicht in die erwartete Richtung bewegen. Bei Verlusten profitieren Sparer nämlich über die bessere Verrechnungsmöglichkeit mit erzielten Gewinnen, worauf die Kanzlei Ebner Stolz Mönning Bachem aus Stuttgart hinweist. Diese neuen Privilegien lassen sich sogar mit vor 2009 erworbenen Wertpapieren nutzen, die innerhalb der einjährigen Haltefrist mit Verlust verkauft werden. Die jetzt realisierten Verluste kommen in die Steuererklärung 2009. Dort werden sie vom Finanzamt offiziell festgestellt.

Die Banken hatten jedoch bereits Abgeltungsteuer auf Kursgewinne aus Aktien, Fonds, Garantiezertifikaten oder Anleihen aus dem Jahr 2009 einzubehalten. Die Institute stellen ihren Kunden hierüber eine Steuerbescheinigung aus. Diese wird mit der Steuererklärung 2009 beim Finanzamt eingereicht. Dann erfolgt eine Verrechnung der festgestellten Spekulationsverluste mit den Spekulationsgewinnen 2009 - und die bereits bezahlte Abgeltungsteuer wird wieder erstattet.

Immobilienbesitzer können diese neue Regel leider nicht nutzen. Wer sein Haus innerhalb der zehnjährigen Spekulationsfrist veräußern will und mit einem Minus rechnet, kann den entstehenden Verlust nur noch mit Spekulationsgewinnen aus anderen Grundstücken, geschlossenen Immobilienfonds, Edelmetallen oder Kunstsammlungen verrechnen. Das Minus gleicht keine Kapitaleinnahmen aus, die der Abgeltungsteuer unterliegen. Insoweit gibt es kaum noch Verrechnungsmöglichkeiten, auch wenn der Spekulationsverlust zeitlich unbegrenzt vorgetragen wird.

(Redaktion)


 


 

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