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Stiftung Warentest

Noch mehr Unabhängigkeit dank Zuwendung des Bundes

In ihrem Bemühen, die jährliche staatliche Zuwendung durch die Verzinsung ihres Stiftungskapitals abzulösen, ist die Stiftung Warentest nach eigenen Angaben einen entscheidenden Schritt weiter gekommen. Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) übergab vor wenigen Tagen in Berlin die schriftliche Zusage über einen Betrag in Höhe von 50 Millionen Euro.

Davon sollen der Stiftung Warentest 20 Mio. Euro im Jahr 2010 überwiesen werden und weitere 30 Mio. in zwei Schritten bis zum Jahr 2012.

Stiftung finanziert sich aus Zeitschriftenverkauf

Die Stiftung Warentest finanziert sich überwiegend aus dem Verkauf ihrer Zeitschriften "Test" und "Finanztest" sowie weiterer Publikationen, rund 12 Prozent ihres Etats kommen vom Bundesverbraucherschutzministerium. Diese jährliche Zuwendung wird als Ausgleich dafür gezahlt, dass die Publikationen der Stiftung zur Wahrung ihrer Unabhängigkeit anzeigenfrei sind und damit eine potenzielle Einnahmequelle wegfällt. Zuletzt betrug die Zuwendung nach Stidtungsangaben 6 Mio. Euro pro Jahr.

Um diese immer wieder in ihrer Höhe schwankende Zuwendung überflüssig zu machen, hatte sich die Stiftung Warentest seit Jahren dafür eingesetzt, dass von der Bundesregierung nachträglich ein Stiftungskapital aufgebaut wird. Unterstützt wurde sie in ihrem Bemühen vor allem vom Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU im Bundestag, Volker Kauder, und von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner.

Große Freude über Zuwendung

"Wir freuen uns sehr über diesen wichtigen Schritt hin zum Aufbau eines ausreichenden Stiftungskapitals und damit über die weitere Stärkung der Unabhängigkeit der Stiftung Warentest. Damit heilt die Bundesregierung bei der Stiftung einen inzwischen 45 Jahre alten "Geburtsfehler", sagte Stiftungsvorstand Dr. Werner Brinkmann.

Warentester: Hohe Glaubwürdigkeit

Dennoch waren und sind die bekannten Berliner Warentester im Vergleich zu den allermeisten anderen Testsiegeln die Variante mit der größten Unabhängigkeit von den Herstellern, denn zahlreiche Testsiegel werden von kommerziellen Medien herausgegeben, die ihrerseits auf Werbeeinnahmen von den selben Herstellern angewiesen sind, deren Produkte sie testen. In zahlreichen Redaktionen dürfte daher die Hemmschwelle groß sein, Negativ-Tests in dem Umfang zu veröffentlichen, die dies bei der Stiftung Warentest der Fall ist.

Selbst Discounter wie Aldi nehmen die Testbewertungen der Stiftung Warentest zum Maßstab: schneidet ein Produkt schlechter als mit dem Testurteil "befriedigend" ab, wird der Hersteller zur Abholung seiner Produkte verdonnert. Die meisten Händler kommen einer solchen Aufforderung aus der Aldi-Firmenzentrale im Marsch-Marsch-Tempo nach - einen Kunden wie Aldi verliert keiner gerne. Aldi wiederum verliert keine Kunden durch qualitativ minderwertige Produkte. Testsiegel der Stiftung Warentest in den Filialen der Discounter Aldi Süd und Aldi Nord dokumentieren dem Verbraucher gleichzeitig die nicht selten gute Qualität der Produkte. Ein Gewinn für alle Seiten. Auch dem Bund als Finanzier des Zuschussbetriebs. Mit der Stiftung Warentest praktiziert Deutschland weltweit vorbildlichen Verbraucherschutz und setzt hohe Qualitätsstandards durch.

(Redaktion)


 


 

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