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Strompreis

Strom bleibt 2009 bei Grundversorgern teuer

Laut einer Analyse des Verbraucherportals toptarif.de wird sich für die meisten Verbraucher in Deutschland die Hoffnung auf sinkende Strompreise in diesem Jahr nicht mehr erfüllen.

Seit Jahresbeginn stiegen die Kosten für Strom bei rund 720 Grundversorgern um durchschnittlich 8,2 Prozent. Hinzu kommt, dass die beiden größten Stromkonzerne, E.ON und RWE, erst mittelfristig die Möglichkeit zu Preissenkungen erwägen – allerdings nur unter der Voraussetzung gleichbleibend niedriger Bezugskosten. Den Kunden der EnBW, der dritten Kraft auf dem deutschen Strommarkt, steht im Juli sogar die nächste Preiserhöhung von knapp 8 Prozent ins Haus. Dennoch können sich Verbraucher mit einfachen Mitteln gegen die hohen Strompreise zur Wehr setzen und durch einen Anbieterwechsel ihre Stromkosten bereits kurzfristig erheblich reduzieren. Hier ließen sich laut toptarif.de bis zu 40 Prozent der jährlichen Stromkosten sparen.

„Wie unser Preisvergleich zwischen den 75 größten deutschen Stromversorgern und alternativ verfügbaren Wettbewerbern zeigt, können Verbraucher vom zunehmenden Wettbewerb auf dem deutschen Strommarkt immens profitieren“, erklärt Tarifexperte Thorsten Bohg von toptarif.de (www.toptarif.de). „Selbst wer bereits im günstigsten Tarif seines lokalen Versorgers ist, kann durch einen Anbieterwechsel – bei einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh Strom – durchschnittlich 117 Euro sparen. Bei jährlicher Zahlungsweise des Stroms sinken die durchschnittlichen Kosten durch noch günstigere Angebote sogar um 265 Euro.“

In manchen Regionen sei das mögliche Einsparpotential noch erheblich höher, wie beispielsweise für E.ON Avacon-Kunden in Sachsen-Anhalt. Hier muss ein Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 4.000 kWh Strom mit jährlichen Kosten von aktuell 1.019 Euro im günstigsten verfügbaren Tarif (ohne Sozialrabatt) rechnen. Bei einem Wechsel zum preisgünstigsten Wettbewerber seien hingegen nur 817 Euro fällig. Fällt die Entscheidung auf ein Angebot mit jährlicher Zahlungsweise, so verdoppelt sich das mögliche Einsparpotential von 202 Euro auf 404 Euro.

„Ähnlich große Preisdifferenzen zwischen den Grundversorgern und den günstigsten alternativen Anbietern zeigen sich insbesondere in den neuen Bundesländern bei den großen Regionalversorgern E.ON edis und der RWE-Tochter enviaM sowie bei der N-ERGIE in Bayern“, ergänzt Bohg. „Auch hier liegen die Einsparmöglichkeiten bei weit über 30 Prozent.“

Bereits rund 8 Millionen Haushalte der deutschen Haushalte haben in den vergangenen Jahren von der Möglichkeit der freien Wahl des Stromversorgers Gebrauch gemacht – Tendenz steigend. „Letztlich hat die allgemeine Neigung des Verbrauchers zum Stromanbieterwechsel, sprich die Bereitschaft, seinem bisherigen Versorger den Rücken zu kehren, einen massiven Einfluss auf die Wettbewerbspreise“, macht Bohg deutlich. „Gerade dort, wo der Wettbewerb am härtesten ist, können Kunden bereits heute von einem niedrigen Preisniveau profitieren.“

(Redaktion)


 


 

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