02.01.2012  13:11 Uhr

Talentmanagement
Mittelstand muss mehr Talente fördern

Düsseldorf/Bremen. Ein strategisches Talentmanagement beginnt beim Rekrutieren von neuen Mitarbeitern und umfasst die gezielte Förderung bestehender Mitarbeiter. Angesichts angespannter und häufig schon ausgereizter Personal-Budgets, erhält der Aspekt der Personalentwicklung eine immer höhere Bedeutung.

„Dem wachsenden Fachkräftemangel erfolgreich zu begegnen, erfordert immer mehr Kreativität. Das Talentmanagement bietet dazu einen wichtigen Ansatz, den der Mittelstand leider bisher nur unzureichend nutzt“, meint Daniel King, Unternehmens- und Personalberater aus Bremen. Die Folge: vorhandenes Potenzial wird verschenkt – Unternehmen werden beim Erreichen ihrer betriebswirtschaftlichen Ziele zurückgeworfen und auf lange Sicht in ihrer Existenz bedroht.

Immaterielle Anreize immer wichtiger

Bei der Wahl des Arbeitgebers gibt es ganz bestimmte Entscheidungskriterien für Arbeitnehmer: individuellen Gehaltsaussichten, immaterielle Anreize, ein gutes Betriebsklima und Firmenimage, Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten und ein vielfältiges Betätigungsfeld. Daneben werden auch soziale Leistungen wie Sportangebote, Kinderbetreuungen, Incentives und eine gemeinsame Freizeitgestaltungen immer wichtiger. Ziel des Unternehmens muss es sein, zusätzliche Anreize zu schaffen, um die Zufriedenheit und die Identifikation der Mitarbeiter zu steigern.

Besonderer Bedarf bei der individuellen Talentförderung

Eine Hauptaufgabe des Talentmanagements bestehe darin, die allgemeinen Unternehmensziele mit den individuellen Zielen von Mitarbeitern zu harmonisieren. Beim Talentmanagement sollen die Stärken genutzt werden, um in regelmäßigen Mitarbeitergesprächen gemeinsame Ziele zu definieren.

Weniger starre Stellenprofile – mehr Flexibilität

Anreize für den Mitarbeiter können sein: eine leistungsabhängige Vergütung, Fort- und Weiterbildungen oder berufsbegleitende Studiengänge. Die Mitarbeiter müssen sich als „ein Teil des Ganzen“ betrachten und aktiv am Firmenerfolg beteiligt sein. So verhindert man, dass Mitarbeiter die Motivation verlieren und „innerlich kündigen“ oder einer „Dienst-nach-Vorschrift-Mentalität“ verfallen. Das Unternehmen läuft sonst Gefahr, Know-how zu verlieren und Produktivität einzubüßen.

Talente auch unter Studierenden entdecken und fördern

Talentmanagement erstreckt sich laut King auch auf das Finden von neuen „Kandidaten mit außergewöhnlichem Potenzial“. Bei der Einstellung neuer Mitarbeiter könne Studierenden auch die Möglichkeit eingeräumt werden, sich im Rahmen ihres Studienabschlusses mit einem Thema aus dem Unternehmen zu beschäftigen.


 

(Redaktion)

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