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„Tanzfestival Bielefeld“ 2011

Traditionen, Moderne und Zeitgenössischer Tanz

Die Performances vom 24. Juli bis 6. August 2011

Moderner Tanz und Traditionen; für manche Ohren mag dies nach einem Gegensatz klingen. Doch tatsächlich wird es im Zeitgenössischen Tanz gerade da höchst spannend, wo Traditionen und Modernität aufeinander treffen. Wie mitreißend die Fusion von traditionellen Elementen und Zeitgenössischem Tanz sein kann, das zeigen die Tanz- und Performancekünstler der diesjährigen Performance-Reihe des Tanzfestivals. Die Gruppen aus Belgien, Frankreich, Ungarn und Spanien setzen sich auf ganz unterschiedliche Weise mit dem Thema „Traditionen im Modernen“ auseinander und verbinden eindrucksvoll traditionelle Elemente europäischer und afrikanischer Tanzkulturen mit der virtuosen Modernität zeitgenössischer Choreographie.

Einen reizvollen Einstieg in das Programm bietet die Eröffnungsveranstaltung am 24. Juli. Unter der Leitung des Choreographen Thierry Smits präsentiert die Compagnie Thor aus Belgien ein Stück, bei dem das ästhetische Erlebnis des Tanzes im Vordergrund steht. Neun Tänzer auf einer schlichten, weißen Bühne, inmitten experimenteller Klangwelten; dieses Setting führt dazu, dass sich alle Sinne auf den Tanz und dessen Energie konzentrieren. Das Stück entwickelt somit eine spannungsgeladene, auf die Bewegung zentrierte Choreographie.

Die zweite Performance versetzt uns ins Herz Andalusiens, das Herkunftsland des Flamencos. Der preisgekrönte und weltbekannte Choreograph Juan Carlos Lérida, der schon in vergangenen Jahren selbst als Workshopleiter am Tanzfestival mitwirkte, tritt am 27. Juli erstmals in Bielefeld auf. Unter der Begleitung einer Gitarristin beeindruckt Lérida mit seiner modernen Interpretation des Flamencos. Inszeniert wird eine Erzählung von den großen Themen des Lebens – Liebe , Einsamkeit, Sexualität und Tod. Themen, die genauso zeitlos anmuten wie der Flamenco selbst.

Die Halbzeit des Tanzfestivals wird wieder gebührend gefeiert: Am 30. Juli präsentiert das Kulturamt auf dem Rathausplatz eine zum Mitmachen animierende Open-Air-Party. Tanzworkshop-Teilnehmer der ersten Woche zeigen ihre Ergebnisse und lassen die Zuschauer an ihrer Tanzbegeisterung teilhaben.

Die zweite Woche des Tanzfestivals beginnt mit einer fulminanten Performance des zehnköpfigen Duna Dance Workshops aus Ungarn. Am 2. August kommt ihr Stück „The Cave“ zur Aufführung. Die Tänzer und Tänzerinnen beherrschen die atemberaubend schnellen und präzisen Schrittfolgen des traditionellen ungarischen Folktanzes, welchen sie in ihrer Begeisterung für Zeitgenössischen Tanz konzeptionell weiterentwickeln. Durch die Integration der traditionellen Folktanz-Elemente in den modernen Kontext entsteht eine unvergleichbare Choreographie, eine dynamische Verbindung von Traditionen und modernem Tanz.

Am 4. August ist die französische Tanzkompanie um die Choreographin Nacera Belaza zu sehen. Aufgeführt im Pas de deux zeigt ihr Stück „Le temps scellé“ Szenen voller Intimität und Intensität. Die Bewegungen der beiden Tänzerinnen wirken mühelos, sie fließen, ja schweben dahin in perfekter Harmonie. Die meditativ anmutende Dynamik zwischen den tanzenden Körpern lässt deutlich die Handschrift der französischen Choreographin erkennen.

Das krönende Finale des Tanzfestivals Bielefeld 2011 bildet, wie bereits in den vergangenen Jahren, die sehr beliebte Abschlusspräsentation am 6. August in der Rudolf-Oetker-Halle. Den Zuschauern wird ein Einblick in die choreographisch-technische Arbeit der Dozenten und Dozentinnen mit den Teilnehmenden der zweiten Festival-Woche ermöglicht. Das Publikum darf auf ein sehr vielfältiges Programm gespannt sein, das Darbietungen aus den unterschiedlichen Workshops vereint.

Karten und Programme für die Performances sind in der Tourist-Information im Neuen Rathaus, in den Geschäftsstellen der Neuen Westfälischen und an der Abendkasse erhältlich. Die Preise liegen zwischen 10 und 18 Euro. Aufgrund begrenzter Platzkapazitäten des Theaterlabors wird empfohlen, sich die Karten im Vorverkauf frühzeitig zu sichern.

Besonders hervorzuheben ist das kontinuierliche Engagement der Partner des Kulturamts im Rahmen von kulturextra: BGW, Böllhoff, Carolinen, Sparkasse Bielefeld, Stadtwerke Bielefeld GmbH, Alcina, Radeberge.

Dank auch an das Arcadia Hotel Bielefeld, die Neue Westfälische und Radio Bielefeld. Erst diese Unterstützung ermöglicht die Durchführung des „Tanzfestival Bielefeld“ 2011.

(Redaktion)


 


 

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