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Die HARTING Technologiegruppe

HARTING trotzt der Krise – kontinuierliches Wachstum in Asien

Die HARTING Technologiegruppe mit Sitz im ostwestfälischen Espelkamp hat am 30.9.2009 ein Geschäftsjahr abgeschlossen, das unter den Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise stand. Das Unternehmen hat weltweit einen Umsatz von insgesamt 325 Mio. € erwirtschaften können und liegt damit gut 15 % unter dem Vorjahr. Damit hat HARTING einen Wert erreicht, der deutlich besser liegt als die Prognosen aus der Branche es erwarten ließen. Maßgeblich dazu beigetragen haben die strategisch gute Aufstellung des Unternehmens und die breite Kundenbasis in allen Bereichen der Industrie, aber auch die gute Auftragslage in Segmenten wie den Erneuerbaren Energien und der Bahn-Infrastruktur.

Dietmar HARTING, Persönlich Haftender Gesellschafter der HARTING Technologiegruppe: „Es ist keineswegs die erste Rezession, die ich erlebt habe, aber es war – und ist – die gravierendste. Die schnelle Reaktion auf die Rahmenbedingungen, die Flexibilität in der Steuerung unserer Unternehmen, die uns in diesem Zusammenhang abverlangt wird, ist das, was langfristig über unsere Zukunft als Unternehmen entscheidet. Wir haben sehr früh reagiert.“ Die Umsätze der HARTING Technologiegruppe sind im vergangenen Jahr insbesondere aufgrund der Einbrüche im Maschinenbau, in der Automation und im Bereich Industrial Devices gesunken. In Deutschland lag der Umsatz mit 118 Mio. € etwa 19 % unter dem Vorjahr. Auch in Europa sank der Umsatz um ca. 20 % auf 116 Mio. €. In Americas hat ein Rückgang um ca. 13 % zu einem Umsatz von 25 Mio. € geführt. Entgegen dem weltweiten Trend konnte HARTING seine Umsätze in Asien um gut 3 % auf insgesamt 64 Mio. € ausbauen. Das ist vor allem auf sehr gute Umsätze im Wachstumsmarkt China zurückzuführen, mit denen eine rückläufige Entwicklung in Japan mehr als kompensiert werden konnte. 

Innovationen schaffen gute Basis für die Geschäftentwicklung – Investitionsniveau weiterhin sehr hoch

Die Lösungen von HARTING, die sich im größten Segment „Connectivity & Networks“ in drei Segmenten darstellen, werden weltweit eingesetzt. Im Segment „Installation Technology“ entwickelt und vertreibt HARTING unter der Marke „Han“ Industrie-Steckverbinder und Installations- konzepte zur Versorgung von Maschinen und Anlagen mit Daten, Signal und Power. Im Segment „Device Connectivity“ bietet HARTING mit seiner Marke „har-“ innovative Steckverbinder zum Anschluss und zum internen Aufbau von industriellen Geräten. Ein durchgängiges Programm für Ethernet Netzwerkkomponenten und Verkabelungen über alle Unternehmensbereiche und RFID-Systeme vertreibt HARTING weltweit im Segment „Automation IT“ unter der Marke „Ha-VIS“. Die Anwendungsbereiche der HARTING Lösungen reichen vom Maschinen- und Anlagenbau über die Automatisierungstechnik, die Verkehrstechnik, die Energieerzeugung und verteilung, die industrielle Elektronik, die Geräteanschlusstechnik und die Telekommunikation bis hin zur Medizintechnik und Anwendungen der Rundfunk-, Bühnen- und Veranstaltungstechnik. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten müssen Industrie- unternehmen in ihren Prozessen größtmögliche Effizienz realisieren und diese konsequent optimieren. Die HARTING Technologiegruppe entwickelt für diese Anforderungen die adäquaten Schlüsseltechnologien und stellt für die fertigenden Unternehmen Lösungen bereit, die auch nachhaltig eine klare Leistungsreserve für Zukunftsapplikationen bieten. Philip HARTING, Vorstand Connectivity & Networks: „Im Zentrum unserer Entwicklungen stehen immer unsere Kunden. Ihnen wollen wir unabhängig von der aktuellen Konjunkturlage kontinuierlich mit einem beständigen Strom an Innovationen als zuverlässiger Partner zur Seite zu stehen.

“ Mit Fast Track Switching (FTS) hat HARTING eine Technologie vorgestellt, die einmal mehr den Anspruch der Technologiegruppe verdeutlicht, nicht nur die Kundenanforderungen von heute zu erfüllen, sondern die Märkte von morgen zu gestalten. Fast Track Switching garantiert voll kompatibel zu Standard Ethernet den deterministischen Datentransport in der Feldebene. So wird die Technologie unter Nutzung von Standard Ethernet den hohen Echtzeit- anforderungen in der Automation gerecht. Automatisierungsprotokolle werden im cut-through-Verfahren gesendet und können andere Protokolle überholen. Damit ist erstmals ein durchgängiges Netzwerk für alle Applikationen eines Unternehmens mit einer Technologie realisierbar. Diese neue Technologie fand 2009 national und international große Anerkennung. Beim international höchstdotierten Technologiepreis, dem Hermes Award der Hannover Messe, erreichte Fast Track Switching bei über 70 Bewerbungen internationaler Technologieunternehmen eine Platzierung unter den Top 5. Auch die französische Fachzeitschrift für Messtechnik und Industrielle Automation „mesures“ hat Fast Track Switching als herausragende Innovation ausgezeichnet.

Auf der Messe SPS/IPC/DRIVES in Nürnberg hat HARTING mit Ha-VIS preLink wieder eine Innovation vorgestellt. HARTING schafft mit Ha-VIS preLink die Möglichkeit, in allen Unternehmensbereichen eine einheitliche Verkabelung einzusetzen. Die Anschlusstechnologie trennt zwischen dem Kabelabschluss und dem frei wählbaren Steckgesicht. Der konventionelle Link wird durch den preLink abgelöst. Das macht den Ha-VIS preLink universell mit diversen Steckverbindern wie RJ 45 und M12, in Schutzart IP 20 und IP 67 und für Stift und Buchsenseite einsetzbar. Planungskosten, Installationszeit und Fehlerwahrscheinlichkeiten werden damit signifikant reduziert.

Personalanpassungen mit Augenmaß – konstantes Engagement für Ausbildung und Arbeit im technischen Umfeld

Die sich anhaltend verschlechternde Auftragslage und die damit verbundene Unterauslastung der Produktion haben dazu geführt, dass auch die Personalstruktur in den umsatzschwachen Bereichen angepasst werden musste. Umgehend eingeleitete Maßnahmen wie Urlaubs- und Überstundenabbau bereits im Januar 2009, flächendeckende Kurzarbeit, freiwilliger Entgeltverzicht, Versetzungen innerhalb des Konzerns und das Auslaufen von befristeten Arbeitsverhältnissen im In- und Ausland haben es möglich gemacht, die Anzahl der unumgänglichen Kündigungen sehr gering zu halten. Margrit HARTING, Geschäftsführende Gesellschafterin: „Einschnitte auch im Bereich der Mitarbeitenden zu machen, ist uns sehr schwer gefallen. Wir haben alle Möglichkeiten ausgeschöpft, um den Aderlass so gering wie möglich zu halten. Wir müssen uns jetzt durch das Erkennen und Umsetzen von Verbesserungs- potenzialen auf die Zukunft ausrichten und mutig der Krise entgegenwirken. Deshalb sind auch die aktuellen Personalmaßnahmen, zu denen wir uns leider gezwungen sehen, ein notwendiges Muss.“

Auch unter den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen setzt sich die HARTING Technologiegruppe intensiv dafür ein, technische Berufe in den Fokus von Schülerinnen, Schülern und Absolventen zu rücken und diese Berufsbilder für sie interessant zu machen. Insbesondere das Engagement in der Region Ostwestfalen ist ein fester Bestandteil der Unternehmensaktivitäten. Durch die Unterstützung zahlreicher Initiativen wie dem „Girls’ Day“ und das Engagement beispielsweise bei der TecToYou-Initiative der Hannover Messe oder auf der Ideenexpo in Hannover geht das Unternehmen gezielt auf junge Menschen zu und präsentiert das spannende und vielfältige Gebiet der Technik. Dabei stehen verstärkt Mädchen und Frauen im Fokus. Mit der Unterzeichnung des Pakts „Komm, mach MINT“ schließt HARTING sich mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen, um den Frauenanteil in Studiengängen aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu steigern.
HARTING bildet seit mehr als 60 Jahren sehr erfolgreich aus.

Zahlreiche Auszubildende wurden in den vergangenen Jahrzehnten für ihre herausragenden Leistungen ausgezeichnet und dokumentieren damit die vorbildliche Ausbildungsleistung des Espelkamper Familienunternehmens. Die große Nachfrage nach den verschiedenen Ausbildungsplätzen belegt den Stellenwert der HARTING Ausbildung in der Region OWL. Die Anzahl der Auszubildenden hat HARTING auch im abgelaufenen Jahr wieder gesteigert, um jungen Menschen in der Region einen sehr guten Start in ihren Berufsweg zu ermöglichen. Um die Vorbereitung auf das Berufsleben zu verbessern, hat HARTING eine Kooperation mit der Espelkamper Hauptschule Waldschule in diesem Jahr noch vertieft und stellt neben vorbereitender Unterstützung an der Schule zusätzliche Ausbildungsplätze für die Schülerinnen und Schüler der Waldschule zur Verfügung.

Auszeichnungen für besonderes Engagement und Spitzenleistungen

Soziales und gesellschaftliches Engagement spielen in der Technologiegruppe, aber auch im Privatleben des Unternehmerehepaars Margrit und Dietmar HARTING eine zentrale Rolle. Für ihren herausragenden Einsatz auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene zeichnete Bundespräsident Horst Köhler das Ehepaar Margrit und Dietmar HARTING in diesem Jahr mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse aus. Die Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrheinwestfalen, Christa Thoben, würdigte in ihrer Laudatio besonders das Engagement der Eheleute in der Region Ostwestfalen-Lippe, das entscheidend dazu beitrüge, einen in kultureller und gesamtgesellschaftlicher Hinsicht attraktiven Lebensraum zu schaffen. Außerdem hob sie besonders das Engagement Dietmar HARTINGs für die Normung hervor.
Für seine besonderen Verdienste um die deutsche Normung wurde Dietmar HARTING im November 2009 anlässlich seines Ausscheidens aus dem Amt des DIN-Präsidenten mit dem DIN-Ehrenring (Deutsches Institut für Normung e. V.) ausgezeichnet. In seiner sechsjährigen Amtszeit habe sich Dietmar HARTING besonders für die Aufstellung und Umsetzung der Deutschen Normenstrategie, die verstärkte Einbeziehung des Mittelstands in den Normenerstellungsprozess und die engere Einbindung der Normung im Innovationsprozess eingesetzt. Als Träger des DIN-Ehrenringes ist HARTING nunmehr Mitglied des Waldemar-Hellmich-Kreises, des Ehrensenats des Deutschen Instituts für Normung e. V.

Auch die deutsche Vertriebsgesellschaft der Technologiegruppe wurde für herausragende Leistungen geehrt. Die Excellenz Initiative Ludwig-Erhard-Preis zeichnete die HARTING Deutschland GmbH & Co. KG als eines der beiden besten Unternehmen in der Kategorie 100 bis 500 Mitarbeitende aus. Die Initiative will Unternehmen zur Anwendung von ganzheitlichen Managementsystemen motivieren und würdigt deshalb die Unternehmen, die diese in herausragender Weise umsetzen. Besonders die Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltige Spitzenleistungen stehen im Fokus bei der Prüfung der teilnehmenden Unternehmen. HARTING Deutschland startete als kleinstes Unternehmen in seiner Kategorie und nahm zum ersten Mal an dem Wettbewerb teil. Die Vertriebsgesellschaft punktete besonders durch ihre Kundenorientierung und konnte sich so einen Spitzenplatz sichern. „Kundenorientierung, überzeugende, marktorientierte Innovationsleistungen und das kontinuierliche Arbeiten an uns selbst entscheiden über die Zukunft der Unternehmen in schwierigen Zeiten. Dabei geht es nicht darum, eine falsch verstandene Stabilität herzustellen, indem wir an dem festhalten, was ist, sondern durch Förderung und Anerkennung von Innovationen und Veränderungsprozessen ein nachhaltiges tragfähiges Gleichgewicht herzustellen“, betonte Dietmar HARTING in der Pressekonferenz der HARTING Technologiegruppe am 3.12.2009 in Espelkamp.

(Redaktion)


 


 

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