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TEIL 21: Fachwissen Personalentwicklung

Wie Sie gleich zu Beginn der Präsentation Ihr Publikum überzeugen

Teil 21 unserer Serie rund um das Thema Personalentwicklung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Management-Entwicklung (ime) aus Bielefeld erläutert, wie Sie mit der W-L-F-Technik Ihre Präsentation überzeugend beginnen.

Kennen Sie das Problem? Sie wollen mit der Präsentation beginnen, im Raum herrscht aber immer noch Unruhe, die letzten Zwiegespräche klingen gerade aus, verspätete Kollegen eilen noch schnell herbei. Wie können Sie die Aufnahmebereitschaft für Ihr Thema erhöhen und die Aufmerksamkeit der Zuhörer gewinnen?

Am Anfang einfach mal warten…

Der optimale Beginn einer Präsentation stützt sich auf W-L-F: warten, lächeln und fragen. Mit dieser Methode starten Sie fokussiert, konzentriert und mitreißend in Ihre Präsentation.

Ein paar Sekunden warten und einmal lächeln: So zeigen Sie, dass Sie mit der Präsentation beginnen können. Für die Zuhörer ist das ein deutliches Signal, die Gespräche einzustellen und sich auf Ihre Präsentation einzulassen. Zu vergleichen ist diese Vorbereitungssituation mit der Konzentrationsphase des Pianisten, der wartet, bevor er seine Hände auf das Klavier legt. Auch wenn Ihnen die Wartephase unendlich lang vorkommt und Sie beginnen sich unwohl zu fühlen, sprechen mehrere Gründe dafür, dass Sie diese Phase durchstehen sollten:

  1. Sie signalisieren die Wichtigkeit des Themas.
  2. Sie zeigen, dass Ihre Präsentation es wert ist, angehört zu werden.
  3. Sie verdeutlichen, dass Ihnen das Thema nicht gleichgültig ist, sondern Sie eine informative und unterhaltsame Präsentation abliefern wollen.
  4. Sie fordern Aufmerksamkeit von denen ein, die sich mental noch nicht auf den Vortrag einstellen konnten.
  5. Mit einem Lächeln bedanken Sie sich bei den Zuhörern, die Ihnen ihre Aufmerksamkeit schon jetzt schenken.


Mit dieser Vorbereitungsphase machen Sie deutlich, dass Sie die Situation im Griff haben. Sie bauen eine positiv zweckmäßige Beziehung zu den Zuhörern auf.

Eine offene Frage als Türöffner

Was passiert, wenn Sie zu Beginn ihres Vortrages den Zuhörern eine offene Frage stellen?

Sie gewinnen die Aufmerksamkeit der Zuhörer, wecken ihr Interesse und regen sie zum Nachdenken an. Wer Fragen stellt, beteiligt die Zuhörer an der Präsentation und begeistert für das Thema. Eine kurze Frage reicht, um die eher einseitige Kommunikationsrichtung einer Präsentation in einen offenen Kommunikationsprozess zu verändern.

Im Gegensatz dazu können Sie mit einer Behauptung im Eröffnungssatz einen Widerspruch äußern. In der einen oder anderen Situation ist das auch das Mittel der Wahl. In den meisten Fällen rufen aber Sätze wie, „Ich verrate Ihnen heute, wie Sie mit dieser Methode mehr zufriedene Kunden bekommen“ eine Beurteilung von Seiten des Zuhörers hervor. Und diese sind nicht immer positiv.

Eine Behauptung kann zum Beispiel Gleichgültigkeit hervorrufen. Wenn Sie mit Ihrer Aussage nicht deutlich machen können, worin die Relevanz des Beitrags für das Handeln des Zuhörers liegt, nimmt die Motivation zum Zuhören ab. Eine Behauptung kann im schlimmsten Fall auch eine Konfrontation nach sich ziehen. Wenn der Zuhörer den Eindruck gewinnt, dass er bevormundet werden soll, haben Sie ihn für Ihre Präsentation verloren. Kein Zuhörer möchte sich vorschreiben lassen, was er tun soll.

Noch ein letzter Tipp: Stellen Sie keine zweideutigen Fragen. Locken Sie die Zuhörer nicht in die Falle, indem Sie ihre Vorkenntnisse zum Thema testen. Sie brauchen nur das Interesse für das Thema zu wecken. Und das gelingt mit rhetorischen Fragen am besten.

Institut für Management-Entwicklung (ime)

Das Institut für Management-Entwicklung (ime) berät, begleitet und unterstützt mittelständische und große Unternehmen in allen Fragen der Personalentwicklung innerhalb der beiden Geschäftsbereiche Offene Seminare und Inhouse-Leistungen. Die Kernkompetenz liegt dabei auf der Durchführung intensiver, praxisnaher und berufsrelevanter sowie methodenorientierter Weiterbildungen. Die Schwerpunkte des ime liegen in den Bereichen Führung, Management, Kommunikation und Methodenkompetenz, Persönlichkeitsentwicklung sowie Vertrieb.

Mehr Informationen unter www.ime-seminare.de.

(Redaktion)


 


 

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