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Tolldreiste Gruselgeschichten aus dem Geschäftsleben

„Genau so gings mir auch, genau so!“ entfährt es einem alle paar Seiten in diesem genauso witzigen wie grausigen und ebenso wahren „Business Book of Horror“. Wenn Eckart von Hirschhausen im Callcenter der Lufthansa landet, wenn Thomas Burzler den Fehler macht, von DSL 2000 auf DSL 6000 umsteigen zu wollen, oder wenn Wolf R. Hirschmann auf dem Weg zur Probefahrt bei Daimler fast der (mentale) Sprit ausgeht, dann erleben wir die dunkle Seite dessen, was uns offiziell als „Servicequalität“ und „Kundenorientierung“ verkauft wird.

Wer in irgendeiner Form mit Kunden zu tun hat, wird sich bei der Lektüre des „Business Book of Horror“ wegschmeissen vor Lachen. Denn die hier versammelten 24 teils urkomischen und allesamt wahren Geschichten zeigen, dass das Königreich des Kunden oft recht überschaubar ist. Die einen werden befreit lachen, weil sie vieles genau so schon erlebt haben. Die anderen eher ertappt, weil sie wissen, dass auch in ihrem Unternehmen nicht alles Gold ist, was glänzt. Insofern lädt das Business Book of Horror quasi durch die Hintertür dazu ein, das eigene Geschäft einmal mit anderen Augen zu betrachten.

Top Autoren geben sich die Klinke in die Hand

Ausgedacht hat sich das Ganze Bestseller-Autor Dr. Stefan Frädrich, der mit seinen „Schweinehund-Büchern“ gezeigt hat, wie sich auch komplizierte Themen eingängig, gewitzt und neu vermitteln lassen. Für dieses schrägste Managementbuch der letzten Jahre ist es Frädrich gelungen, viele Branchen- größen zu gewinnen, den Teufel einmal in allen Farben an die Wand zu malen. Große und kleine Katastrophen aus dem Businessalltag bieten uns höchst unterhaltsamen Anschauungsunterricht zum Thema „wie man es besser nicht macht.“

Von der IOS Pleite bis zu Stoibers wahlentscheidendem „Äh“

Eine der eindrücklichsten Geschichten des „Business Book of Horror“ ist sicherlich die drehbuchreife Schilderung der IOS-Milliarden-Pleite Anfang der 70er (jaja, das war alles schon mal da!). Oder die Beobachtungen von Cristián Gálvez während der Wahlkampf-Abschlussveranstaltung im September 2002. Es ist schon klasse, wie er den Auftritt Edmund Stoibers analysiert und die entscheidende Stelle identifiziert, an der die Rede kippt. Ein kurzer Moment, der möglicherweise über die Kanzlerschaft in Deutschland entschieden hat (zur Erinnerung das knappe Ergebnis: SPD 38,5%; CDU 38,5%). Ein eindrückliches Beispiel, wie falsch verstandenes Rhetorik-Training nach hinten losgehen kann. 

Oder eröffnen Sie mal ein Konto bei der Deutschen Bank

Das “Business Book of Horror” versöhnt uns auf eine gewitzte Art mit dem Alltag. Lässt uns cool bleiben, wenn wir der Deutschen Bank einmal als Kunde nicht genehm sein sollten. Oder wenn uns eine schwedische Automarke, statt den Wagen zu reparieren, mit dem Rechtsanwalt drohen sollte. Alles nicht so schlimm, alles schon mal dagewesen.

(Redaktion)


 


 

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