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Klimawandel

Treibhausgase müssen noch stärker reduziert werden

Laut neuen wissenschaftlichen Studien, auf die die Umweltschutzorganisation Greenpeace sich beruft, müssen die Treibhausgase innerhalb der nächsten Jahre deutlich stärker reduziert werden. Die Industriestaaten sollen den Entwicklungsländern hierbei finanzielle Hilfe anbieten, Mut mache die durch die Regierungen gezeigte schnelle Handlungsfähigkeit in der Finanzkrise.

Anlässlich der am Donnerstag in Bonn beginnenden Klimaverhandlungen fordert Greenpeace ein schnelles und konsequentes Handeln gegen den Klimawandel. Grund zur Sorge geben vor allem neue wissenschaftliche Studien, die davon ausgehen, dass es nicht ausreicht den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2020 um 30 Prozent zu senken, und bis 2050 zu halbieren. Man geht hier vielmehr von einer dringend nötigen Reduzierung um 40 Prozent bis zum Jahr 2020 und bis zum Jahr 2050 wird der Ausstoß bei annähernd null liegen müssen, was einen zwingenden Ausstieg aus der Nutzung von Kohle und Öl bedeutet. "Niemand darf sich mehr Illusionen machen, das Klima-Chaos wird uns hart treffen. Allein das rasante Abschmelzen der arktischen Eismassen stellt eine wesentliche größere Bedrohung dar, als ursprünglich angenommen.", sagt Karsten Smid, Klimaexperte von Greenpeace.

Handlungsfähigkeit bewiesen

Die weltweite Finanzkrise habe jedoch bewiesen, dass die Staats- und Regierungschefs in de Lage seien sich in kurzer Zeit abzustimmen und zu handeln. Dies müsse allerdings schnellstmöglich geschehen, da der Klimawandel eine weit massivere Gefahr sei, als die weltweite Finanzkrise, so Smid weiter. Auch die Entwicklungsländer müssten ihre Treibhausemissionen deutlich drosseln, die Industrienationen sollen hierfür jährlich mindestens 110 Milliarden Euro zur Verfügung stellen.

Weitere Konferenz im Dezember

In Bonn beginnen am Donnerstag internationale Klimaverhandlungen der UN. Unterhändler aus über 100 Staaten beraten, welche Maßnahmen zum Schutz des Klimas die Staats- und Regierungschefs auf der großen Klimakonferenz im Dezember in Kopenhagen beschließen sollen. Ein zentraler Streitpunkt werden in den kommenden zwei Verhandlungswochen die Reduktionsziele für Treibhausgase der Industrieländer sein.

(Redaktion)


 


 

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