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Universität Bielefeld

Gleich zwei US-Spitzenforscher nach Bielefeld

Ausgezeichnet mit dem höchst renommierten Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung werden die Professoren Ronald K. Hanson und Arunava Gupta in Kürze als Gastwissenschaftler an der Universität Bielefeld arbeiten.

Sie werden Projekte zur Material- und Energieforschung gemeinsam mit Arbeitsgruppen in der Physik und Chemie durchführen.

Mit zwei amerikanischen Forschern höchster internationaler Reputation verstärkt die Universität Bielefeld ihre Kooperationen auf wichtigen Forschungsfeldern. Arunava Gupta von der University of Alabama, Tuscaloosa, einer der weltweit renommiertesten Forscher auf den Gebieten der Hochtemperatursupraleiter und der Magneto- und Spinelektronik, wird mit Günter Reiss und Andreas Hütten in der Fakultät für Physik an vielversprechenden Materialien mit besonderen Magnet- und Leitungseigenschaften arbeiten. Dabei geht es vor allem darum, die Grundlagen der besonderen Funktionalitäten dünner Schichten solcher Materialien zu verstehen und sie im Hinblick auf Anwendungen in Bauelementen und Sensoren sowie in der Biomedizin zu optimieren.

Die Erfahrung von Arunava Gupta, der vor seinem Wechsel nach Alabama jahrelang in der Forschung bei IBM gearbeitet hat und viele hochzitierte Publikationen und Patente aufweist, ist für diese Bielefelder Projekte ein großer Gewinn . Darüber hinaus wird Arunava Gupta auch mit der Gruppe von Claudia Felser an der Universität Mainz zusammenarbeiten. Ronald K. Hanson, Woodard Professor für Ingenieurwissenschaften an der Stanford University, hat als einer der Ersten frühzeitig die Bedeutung der Lasermesstechnik für die Untersuchung von Verbrennungsprozessen erkannt. Mit seiner Gruppe hat er als Pionier bahnbrechende Technologien und Messmethoden entwickelt, mit denen heute weltweit gearbeitet wird und für die er vielfach ausgezeichnet wurde. Ein Großteil der experimentellen Erkenntnisse über den Verbrennungsablauf, über Effizienz und Schadstoffbildung, beruht auf der gezielten Anwendung von Lasermesstechniken. In Bielefeld wird Ronald K. Hanson mit der Gruppe von Katharina Kohse-Höinghaus an der Untersuchung der Verbrennungschemie von Biokraftstoffen arbeiten und seine Erfahrungen insbesondere mit Infrarot-Lasermesstechniken einbringen.

Ebenso wird er intensiv mit Christof Schulz an der Universität Duisburg-Essen kooperieren, mit dessen Team die Bielefelder Gruppe auch bereits durch gemeinsame Forschungsprojekte verbunden ist. Nach etlichen Aufgaben in Wissenschaftsorganisationen und Fachgesellschaften findet Ronald K. Hanson, ehemaliger Präsident der Fakultät für Maschinenbau der Stanford University und Mitglied der National Academy of Engineering der USA, nun endlich Zeit für längerfristige Forschungsaufenthalte in Deutschland. Katharina Kohse-Höinghaus kennt er übrigens schon sehr lange – 1987 hat sie mehr als ein Jahr als Gastwissenschaftlerin bei ihm in Stanford verbracht.

Der mit 60.000 Euro dotierte Forschungspreis der Alexander von Humboldt- Stiftung wird Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern für ihr bisheriges Gesamtschaffen verliehen, deren grundlegende Entdeckungen, Erkenntnisse oder neue Theorien das eigene Fachgebiet nachhaltig geprägt haben und von denen auch in der Zukunft weitere Spitzenleistungen erwartet werden können. Die Preisträger sind eingeladen, selbst gewählte Forschungsvorhaben in Deutschland in Kooperation mit Fachkollegen für einen Zeitraum bis zu einem Jahr durchzuführen.

(Redaktion)


 


 

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