Weitere Artikel
Unternehmen

CLAAS Industrietechnik Paderborn entwickelt neues Traktor-Automatik-Getriebe

Die CLAAS Industrietechnik (CIT) in Paderborn hat ein neues Traktor-Automatikgetriebe für den Leistungsbereich 140 bis 184 PS entwickelt. Jetzt stellte das Tochterunternehmen der Harsewinkler CLAAS Gruppe das neuzeitliche CVT-Getriebe (Continuously Variable Transmission) den internationalen Fachjournalisten vor – drei Wochen vor der Präsentation auf der Landtechnik-Messe Agritechnica in Hannover.

Einen zweistelligen Millionenbetrag habe CLAAS in das neue Getriebe investiert, sagte Dr. Thomas Lorf, Geschäftsführer der CIT, auf einer Pressekonferenz vor Fachjournalisten: „50 Prozent sind in die Entwicklung des Traktorgetriebes und 50 Prozent in die Produktionstechnik geflossen.“ Sechs Jahre Entwicklungszeit stehen nach seinen Worten ebenso hinter dem Traktorgetriebe wie über 80.000 Stunden Entwicklungsarbeit. Eigens dazu integrierte CLAAS vor kurzem eine ganz neue Getriebe-Fertigungsstraße in das Paderborner Werk.

Zentraler Leitgedanke der Montage sei die Null-Fehler-Produktion, sagte Dr. Lorf. So laute der Fachausdruck für ein Fertigungssystem, das schon während der Montage eine umfassende Qualitätskontrolle und -sicherung ermögliche. Die Getriebe werden zudem auf einem Teststand – ausgelegt für bis zu 1.000 PS – unter Volllast geprüft. Ein Entwicklungsteam aus Frankreich (CLAAS Traktoren werden im französischen Le Mans hergestellt) war zudem in alle Konstruktionsphasen in Paderborn mit einbezogen. Etwa 25 Entwicklungsingenieure sind nach Dr. Thomas Lorf an der Getriebeentwicklung bis zur Marktreife beteiligt.

Jan-Willem Verhorst, Leiter Entwicklung leistungsverzweigte Getriebe, erklärte die Details: „Bekannte und bewährte Getriebebauteile wurden im neuen Getriebe so intelligent miteinander kombiniert, dass das Getriebe über einen besonders hohen Wirkungsgrad verfügt und das über alle Geschwindigkeiten nahezu konstant.“ Beim automatischen Wechsel der Fahrstufe ändert sich nicht nur die Übersetzung, sondern auch der gesamte Kraftfluss durch das Getriebe. Die Drehzahlen der beiden Kupplungswellen nähern sich beim Beschleunigen immer weiter einander an, bis sie die gleiche Geschwindigkeit erreicht haben. Exakt im perfekten Synchronpunkt schalten dann die Lamellenkupplungen.

Auf diese Weise erfolgt der Fahrstufenwechsel – auch unter Last – ohne Drehzahl- und Drehmomentsprung und führt zu einem durchgehend gleichmäßigen Beschleunigungsverhalten von 0 bis 50 km/h. Auch der Fahrer bemerkt diesen automatischen Fahrstufenwechsel nicht. Hinzu kommt: 50 km/h Höchstgeschwindigkeit können mit kraftstoffsparenden Motordrehzahlen von nur 1.500 U/min gefahren werden.

(Redaktion)


 


 

Getriebe
Entwicklungsteam
Traktor-Automatikgetriebe
Geschwindigkeit
Paderborn
Fachjournalisten
Fahrstufenwechsel
Getriebeentwicklung
Thomas Lorf

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Getriebe" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: