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Messbarer Werbeerfolg

Wirtschaft sucht nach neuen Modellen

Die Technologie wird zum entscheidenden Treiber der Werbeindustrie. Klassische, reichweitenorientierte Werbeformate, die für die Masse konzipiert sind, werden zunehmend durch erfolgsbasierte, digitale Formate abgelöst.

Diese Ansicht vertraten Experten auf dem Düsseldorfer Kongress "The World after Advertising". "Die Summe aller Nischen ist die Masse", so sevenload-Chef Axel Schmiegelow. Das Identifizieren und die Interaktion mit der eigenen Community werden zur zentralen Aufgabe für Marken und Inhalte-Anbieter.

Die massiven Einbrüche der Werbeerlöse im Printgeschäft lassen sich nach Meinung des US-Medienanalysten Ken Doctor nur durch ein radikales Umdenken kompensieren: "Forget Advertising, think Marketing Services", schrieb er den Teilnehmern ins Stammbuch. Ohne ein auf entsprechenden Daten basierendes Wissen über die Leserschaft stünden die Verlage dabei jedoch auf verlorenem Posten. Ziel für die Verlage müsse es daher sein, zum "Amazon of Publishing" zu werden.

Massive Verlagerung von Investitionen

Als Konsequenz aus den technologischen Innovationen und den Vorteilen gegenüber alt hergebrachten Werbeformen wird es in den kommenden Jahren zu einer massiven Verlagerung von Werbeinvestitionen zu Gunsten digitaler Kanäle kommen. "Gemessen an der Mediennutzung ergibt sich eine 50-Mrd.-Dollar-Chance für digitale Werbung", erklärte Rob Gonda von SapientNitro. Das belege eine aktuelle Studie von MorganStanley.

Seiner Auffassung nach vereinfachen es digitale Technologien zwar, mit Kunden in Kontakt zu treten, das unterminiere jedoch die Loyalität der Kunden. Unternehmen müssten den Kontext und das Verhalten ihrer Kunden verstehen lernen, um sich diesem Dilemma zu entziehen: "Segmentierung war gestern. In Zukunft ist alles personalisiert."

Ob das Google-Modell bei der Abrechnung von Online-Werbung mit "Cost per Click" (CPC) noch Zukunft haben werde, bezweifeln nach einem Bericht des Fachdienstes Service Insiders immer mehr Experten. In Zukunft könnte ein Social Media-Index an dessen Stelle treten, der auf Nutzer-Interaktion wie Bewerten, Empfehlen und Weiterleiten basiert.


 


 

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