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US-Aktienmärkte reagieren positiv auf Fed-Ankündigung

Die Handelssitzung an der Wall Street wurde gestern maßgeblich von der Fed-Sitzung geprägt. Im Vorfeld der Bekanntgabe der Entscheidung notierten die Aktienmärkte schwächer, Käufer hielten sich zu diesem Zeitpunkt noch zurück. Nach der Ankündigung der Notenbank, dass man zur Ankurbelung der Wirtschaft in den kommenden 6 Monaten langlaufende Staatspapiere mit einem Volumen von bis zu 300 Mrd. $ aufkaufen möchte, sorgte für Impulse. Zudem sollen sog. „agency mortgage-backed securities“ im Volumen von 750 Mrd. $ aufgekauft werden, so dass sich die Gesamtsumme dafür nun auf 1,25 Billionen $ beläuft. Dass die Fed die Zinsen unverändert in einem Zielband von 0,00 – 0,25 % belassen würde, war so erwartet worden. Neben den Aktien-märkten zeigte auch die 10-year Note eine deutliche Reaktion. Diese kletterte um fast 4 Punkte was die Renditen auf ein 2-Monatstief von 2,55 % fallen ließ.

Der Euro sprang über die Marke von 1,34. Positiv wurden auch die Nachrichten von IBM aufgenommen. Angeblich verhandelt der Konzern über den Kauf von Sun Microsystems. Die Transaktion hätte ein Volumen von 6,5 Mrd. $. Offensichtlich hält die Wall Street diesen Deal für möglich, die Papiere von Sun legten sehr deutlich um 79 % zu.

Heute stehen eine Reihe von US-Konjunkturdaten im Blickpunkt. Bei den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe gehen wir davon aus, dass diese auf die weiterhin sehr angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt hinweisen werden. Darüber hinaus werden der Philadelphia-Fed-Index und der Index der Frühindikatoren auf der Agenda. Das technische Bild des Dow Jones konnte sich leicht verbessern. Insbesondere das Überwinden des 38,2 %-Fibonacci-Retracements im Bereich von 7.460 Punkten ist bemerkenswert. Das Handelvolumen an der NY-SE betrug 2,08 Mrd..

Der Dax erreichte gestern sein Tageshoch bei 4.066 Zählern, fast exakt das gleiche Level, wie das Hoch am Montag. Dieses Niveau konnte im Vorfeld der Fed-Zinsentscheidung nicht gehalten werden, so dass der Dax knapp unterhalb der 4.000er Marke aus dem Handel ging. Einmal mehr ragte die Aktie von Infineon mit einem Kursplus von 15,89 % unter den Daxwerten heraus. Deutsche Börse (+3,26 %) und Bayer (+2,78 %) waren ebenfalls gesucht. MAN (-3,92 %) und Fresenius Medical Care stellten die größten Verlierer dar. Großartig neue Erkenntnisse gab es nicht, vielmehr war der Handelstag vom Warten auf die Fed-Entscheidung geprägt.

Für den heutigen Handelsstart ist die Indikation leicht positiv. Angesichts des Morgen bevorstehenden großen Verfalltermins an der Eurex, ist der eine- oder andere irrationale Kurssprung nicht auszuschließen. Nach einer ersten „Bereinigung“ auf die nachbörslichen Ereignisse dürfte der Handel bis zur Veröffentlichung der US-Konjunkturdaten eher gemächlich verlaufen. Das Chartbild des Dax hat sich im Vergleich mit den Vortagen kaum verändert. Weiter fällt jedoch auf, dass die Bewegungsdynamik, sofern man davon überhaupt sprechen kann, recht schwach ausgeprägt ist. Das erneute Doji verdeutlicht zudem, die aktuell herrschende Verunsicherung der Marktteilnehmer. Hilfreich zur Situationsbeurteilung kann der sog. Mike Base-Indikator sein. Es lässt sich erkennen, dass dieser Wendepunkte sehr gut nachvollzieht. Aktuell neigt sich der Indikator leicht nach unten, so dass davon eine negative Indikation, wenn auch nur sehr kurzfristig, ausgeht.

Quelle: Helaba

(Redaktion)


 


 

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