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Jobmaschine Logistik – Aus- und Weiterbildung lohnt sich!

Die Logistikbranche ist eine wahre Jobmaschine: Jedes Jahr werden in Deutschland nach Expertenschätzung rund 100.000 Arbeitsplätze in der Logistikbranche neu geschaffen. Das wurde in der Veranstaltung „Jobmaschine Logistik – Aus- und Weiterbildung lohnt sich!“ deutlich.

Unter diesem Motto haben die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) und die Spedition Kühne + Nagel am 26. Oktober 2009 auf deren Gelände in Bielefeld für mehr Ausbildung in den Logistik-Berufen geworben. 

„Wir sind zwingend auf gut ausgebildete Mitarbeiter angewiesen, unabhängig davon, ob wir über gewerbliches oder kaufmännisches Personal sprechen“, betonte Kühne + Nagel-Niederlassungsleiter Peter Bohnhorst. „Mit Blick auf den bereits einsetzenden demografischen Wandel ist es für die Logistikunternehmen notwendig, frühzeitig durch eine qualifizierte Aus- und Weiterbildung Maßnahmen gegen einen drohenden Fachkräftemangel zu ergreifen.“ 

Anders als in den 80er Jahren bedeute Logistik nicht mehr, Waren einfach zu lagern und zu transportieren. Logistik sei heute eine komplexe Systemleistung, die aus mehreren, sorgfältig aufeinander abgestimmten Schritten bestehe, die wie Glieder an einer Kette zusammenhingen. Die Optimierung dieser Wertschöpfungsketten (Supply Chains) sei für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit von entscheidender Bedeutung. Durch ein effizientes Supply Chain Management ergäben sich für Logistikdienstleister neue Marktchancen und für die verladende Wirtschaft in Industrie und Handel erhebliche Optimierungspotenziale. 

Das machte Dr. Stefan Schwinning, Geschäftsbereichsleiter der Distributionslogistik bei Miele in seinem Impulsvortrag am Firmenbeispiel deutlich. „Die hohe Dynamik dieser Branche spiegelt sich in der Zahl der Ausbildungsverhältnisse noch nicht ausreichend wider. Wir müssen im Rahmen der Ausbildung junge Mitarbeiter frühzeitig an das Unternehmen binden und die Kostenvorteile der eigenen Ausbildung vernünftig nutzen“, erläuterte Schwinning.
„Die Berufe der Lagerlogistik oder der Berufskraftfahrer sind im Aufwind“, bestätigte Swen Binner, IHK-Geschäftsführer Berufliche Bildung. Die Zahl der Ausbildungsverträge in diesem Bereich habe sich seit 2005 mehr als verdoppelt. Das verdeutliche den enormen Bedeutungszuwachs der Logistik. Binner: „Auch wenn die Wirtschaft eine Atempause eingelegt hat: Hier werden in den nächsten Jahren händeringend Fachkräfte gesucht.“

Laut IHK schaffe Logistik erst die Voraussetzung für die Entstehung neuer Produkte und Dienstleistungen und sei damit selbst zum Motor der Weltwirtschaft geworden. Diese Spirale drehe sich weiter. Das gelte insbesondere für Wirtschaftsregionen wie Ostwestfalen, in denen der Export der Wachstumsmotor der zurück liegenden Dekade gewesen sei. Und es bestehe noch Potenzial nach oben für die stark industriell geprägte Region, in der rund 90.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt von der Logistik abhängen.

Die Veranstaltung „Jobmaschine Logistik – Aus- und Weiterbildung lohnt sich!“ mit mehr als 80 Teilnehmern richtete sich an Ausbilder, ausbildungsinteressierte Unternehmen, Studien- und Berufsberater, Vertreter der Hochschulen, Verantwortliche der ARGEn und Mitglieder der IHK-Prüfungsausschüsse.

(Redaktion)


 


 

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