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Verkaufsoffene Sonntage begrenzt

Änderung des Ladenöffnungsgesetzes

IHK Lippe beklagt Abbau der verkaufsoffenen Sonntage

Die Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe) nimmt mit Erstaunen den Beschluss des nordrhein-westfälischen Landtags auf, die Zahl der verkaufsoffenen Sonntage künftig pro Jahr auf elf zu begrenzen. Der von der Landtagsmehrheit aus SPD und Bündnis '90/Die Grünen kurzfristig eingebrachte Gesetzesänderungsantrag, den Handel zu beschneiden und die verkaufsoffenen Sonntage von dreizehn auf elf ein weiteres Mal zu reduzieren, konterkariert aus Sicht der IHK Lippe alle Bemühungen, die Attraktivität der Innenstädte und Stadtteilzentren zu erhöhen, heißt es.

"Wir finden diese Entscheidung bedauerlich, weil der Einzelhandel auch an Sonntagen für die Belebung der Innenstädte und Stadtteile sorgt. Die Praxis beweist, dass der Verbraucher gern die Chance nutzt, am Sonntag in der Stadt zu bummeln. Der Handel hat daher an diesen Tagen die Möglichkeit, sich wahrnehmbar und positiv zu positionieren", stellt Thomas Rohde, Vizepräsident der IHK Lippe fest.

So richtig die Entscheidung sei, zwei verkaufsoffene Sonntage im Advent zu ermöglichen und damit auch den Händlern in den Stadtteilen die Möglichkeit einzuräumen, sich mit eigenen Aktivitäten im Advent von den Innenstädten abzusetzen, so wenig dienlich erscheint aus Sicht der IHK die nochmalige Reduzierung auf nur elf verkaufsoffene Sonntage pro Jahr. "Hinzu kommt die große Anzahl der Trödel- und Antikmärkte, die in den Städten an vielen Sonn- und Feiertagen im Gegensatz zum stationären Handel auf Grund der Marktprivilegien öffnen können und mittlerweile durch einen hohen Anteil an Neuwaren erheblich den Wettbewerb verzerren", beklagt Thomas Voss, Vorsitzender des IHK-Handelsausschusses.

Insgesamt seien die Änderungen des Ladenöffnungsgesetzes (LÖG) moderater als ursprünglich angekündigt. Geschäfte dürfen werktags weiter rund um die Uhr öffnen, jedoch samstags nur bis 22 Uhr. "Dafür können sie an bis zu vier Samstagen im Jahr zum Late-Night-Shopping einladen", informiert Rohde.

Übrigens: sollte das LÖG wie vorgesehen zum 18. Mai in Kraft treten, dann könnten lippische Bäcker, Blumenhändler und deren Kunden schon zu Pfingsten (19./20. Mai) erstmals davon profitieren. Die Händler dürfen ihre Ware dann wieder Ostern, Pfingsten und Weihnachten am ersten Feiertag verkaufen. "Das freut uns für die Händler, die das auch nutzen möchten", sagt Thomas Voss.

(Redaktion)


 


 

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