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Wald Stadt Kreativ Café

Künstlerisches Kaffeekränzchen

Unter dem Motto „Genießen und Stöbern – bei uns gibt es viel zu entdecken“ lädt das Wald Stadt Kreativ Café zu hausgemachtem Kuchen und selbstgemachtem Handwerk ein. Inhaberin Leandra Jaranowsky vereint Tradition und Moderne in einem Geschäft, in dem Schöngeister ihr künstlerisches Geschick unter Beweis stellen können. Nach vier erfolgreichen Jahren muss sie das Café am 31. Oktober 2015 leider schließen.

Vorbei an einem romantisch gestalteten Außenbereich geht es in einen lichtdurchfluteten Raum mit Mobiliar im Landhausstil. In einigen Regalen ist buntblumiges Porzellangeschirr durch originelle Arrangements als Dekoration in Szene gesetzt. Das stimmige Farbkonzept in Weiß- und Taupetönen verleiht dem Interieur eine Mischung aus Moderne und Vintage. Highlight ist das weiße, restaurierte Biedermeiersofa mit schlammfarbenem Bezug, das unter dem großen Wandlogo „Wald Stadt“ steht. Neben selbstgebackenen Torten, Kuchen und Gebäck nach leicht veränderten Traditionsrezepten gehören individuell hergestellte Artikel der Gäste zur Verkaufsidee.

Bestseller Gewittertorte

Seitdem Leandra Jaranowsky den Laden vor vier Jahren eröffnet hat, kümmert sie sich selbst um das Backen allerlei Köstlichkeiten, wie Torten, Kuchen, Muffins etc. Dabei steht nicht die Kalorienanzahl im Mittelpunkt, sondern einzig der Geschmack. „Wenn man sich dafür entscheidet ein Stück Torte zu essen, dann muss es so lecker sein, dass man es am Ende nicht bereut“, erläutert sie. Der absolute Bestseller ist die Gewittertorte, eine Landfrauentorte, die zum Standartrepertoire des Cafés gehört. Aus 60 bis 70 Rezepten variiert Jaranowsky das tägliche Angebot. Frisches Obst und Blüten aus dem eigenen Garten dienen als Zutat und Dekoration für das Backwerk. Auch vegane Kuchen sind für sie kein Problem, sofern sie geschmacklich mit den anderen mithalten können. Jaranowsky: „Ich möchte, dass es super gut schmeckt wie bei Oma“. Teilweise bestellen ihre Kunden die Kuchen und Torten für Hochzeiten und Geburtstage. Die Selbstständige betont zwar keine gelernte Konditorin zu sein, dennoch erfüllt sie gerne die kulinarischen Wünsche der Kunden.

Recycelte Objekte als individuelle Kunstwerke

Bereits während des Studiums kam der Innenarchitektin die Idee kreativ gestaltete Gegenstände für jeden zugänglich zu machen, um sie in die Hand zu nehmen und ansehen zu können. „Wenn es um individuell und selbstgemacht geht, soll man es auch anfassen können“, sagt die 30-Jährige. Kreative Köpfe können ihr Handwerk vorstellen und einen Ausstellungsplatz in den weiß gestrichenen Apfelsinenkisten im hinteren Raum des Cafés mieten. Jaranowsky beachtet dabei, dass sich die Produkte voneinander unterscheiden. Recycelte Objekte als individuelle Kunstwerke sind für sie besonders spannend. Das Angebot reicht von verspieltem Schmuck bis hin zu Kleidung, Grußkarten und Spielsachen.

Gemeinsam mit ihrem Mann Jan hat sie das Café vor vier Jahren eröffnet und suchte nach einem neutralen Namen, der nicht aus der Mode kommt. „Wald Stadt ist der Gegensatz zwischen Wald und Stadt. Der Platz ist nah am Teutoburger Wald und nah an der freundlichen Stadt Bielefeld“, so erklärt die Inhaberin den Namen des Cafés, das im Bielefelder Westen liegt. „Es ist das Spiel mit den Gegensätzen und dass wir uns in diesem weiten Feld zwischen Wald und Stadt immer wieder neu erfinden können.“ Der Gegensatz von Tradition und Trend spiegelt sich im Geschäftsmodell wieder. Die ansprechende Gemütlichkeit kombiniert mit authentischen Kuchen definieren das Café als Rückzugsort für jede Altersgruppe. Leandra Jaranowsky fasst ihre Idee kurz zusammen: „So ehrlich, wie wir uns hier verhalten, genau so ehrlich ist das ganze Konzept. Die Torten sind echt und alles Selbstgemachte ist echt, das macht es zu einem besonderen Ort.“

Café muss leider schließen

Doch der lange Weg brachte viele Stolpersteine mit sich. Jaranowsky war nach dem Ausstieg ihres Mannes auf sich alleine gestellt und plötzliche Konflikte mit dem Vermieter erschwerten die Situation. Hinzu kam, dass die Konditoreninnung den Verkauf der Kuchen anfechtete, da die Inhaberin keine gelernte Konditorin ist. Obwohl das Projekt sehr erfolgreich war, entschied sie sich dafür, einen anderen Weg einzuschlagen und das Café Ende Oktober zu schließen. Jaranowsky zeigt sich optimistisch: „Wenn ich ein Resümee ziehe sind das wunderbare Jahre gewesen, die mir keiner nehmen kann. Ich gehe lieber jetzt, wo es mir noch gut geht und wo ich bis zum Ende powern konnte.“ Ein Foodtruck, in dem sie selbstgemachte Torten anbieten könnte oder ein neues Café sind Alternativen, die die Innenarchitektin nicht ausschlagen kann. Andererseits kämen für sie der gestalterische Bereich und die Innenarchitektur in Frage. „Ich weiß jetzt, was es bedeutet ein Café zu eröffnen und ich brauche andere Erfahrungen, um zu wissen, wo die Reise hingeht“, begründet sie. Egal, wohin es Leandra Jaranowsky verschlägt, die Idee selbstgemachte Desserts und selbstgemachtes Handwerk miteinander zu verbinden, macht das Wald Stadt Kreativ Café zu einem Geschäft, an das man sich gerne zurückerinnert.

Leandra Jaranowsky Wald Stadt Kreativ Cafe Wellensiek 87 33619 Bielefeld

http://www.wald-stadt.de/

(Redaktion)


 


 

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