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Doppelte Haushaltsführung

Wechsel der Familienwohnung unschädlich

(bo/ddp.djn). Wenn frisch Verheiratete an unterschiedlichen Orten arbeiten und dort auch nach der Heirat wohnen, können sie ab der Heirat die Mehrkosten für die doppelte Haushaltsführung steuerlich geltend machen. Die einzige Voraussetzung: Eine der beiden Wohnungen muss als Lebensmittelpunkt festgelegt werden, für die andere Wohnung sind die Kosten steuerlich absetzbar.

Was aber, wenn dieser Lebensmittelpunkt später einmal geändert werden soll? Wenn statt der Wohnung der Ehefrau dann die Wohnung des Ehemannes Lebensmittelpunkt sein soll? Mit dieser Frage musste sich jetzt der Bundesfinanzhof (AZ: VI R 10/07) befassen. Nachdem die Finanzämter darin im Beispiel eine Beendigung der doppelten Haushaltsführung durch die Ehefrau gesehen hatten, konnten sich die Bundesrichter mit dieser Sichtweise nicht anfreunden. Die Richter sahen es als unerheblich an, ob der gemeinsame Wohnsitz der Ehegatten über die Jahre gleich bleibt oder verändert wird, indem der Lebensmittelpunkt von einer Wohnung in eine andere verlegt wird.

Wichtig sei, dass durch die Berufstätigkeit die Unterhaltung eines weiteren Wohnsitzes erforderlich sei - ob dieser weitere Wohnsitz nun der des Mannes oder der Frau sei, ist dabei unerheblich. Der einzige Unterschied: Steuerlich absetzbar ist immer die Wohnung, die nicht Lebensmittelpunkt ist. Bei einem Wechsel dieses Lebensmittelpunktes sind in der Folge also Kosten für eine andere Wohnung absetzbar.

(Redaktion)


 


 

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