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Börsen auf dem Rückzug

Weitere Staatshilfen gefordert

Zunächst eröffneten die US-Börsen mit Kursgewinnen. Das angekündigte chinesische Konjunk-turpaket hatte für Phantasie gesorgt. Im weiteren Verlauf rückten jedoch wieder die Probleme im Zusammenhang mit der Finanzkrise und die Ängste vor einer weltweiten Rezession in den Fokus. Belastend hatten sich auch die drastischen Verluste bei der Aktie von General Motors und ein möglicher Quartalsverlust bei Goldman Sachs ausgewirkt. Anteilsscheine von AIG klettertenum 8 % nachdem bekannt wurde, dass die US-Notenbank das Hilfspaket für den Konzern von bisher 123 Mrd. $ auf 150 Mrd. $ ausweiten wird. Beflügelt von einer sich verstärkenden Nachfragesituation kletterten die Ölpreise gestern um deutliche 7,4 %. Auch Gold gewann 4,7 % hinzu. Heute ist Feiertag (Veteran`s Day) in den USA, die Aktienbörsen sind jedoch geöffnet. Der Datenkalender bleibt nahezu leer. Das technische Bild des S&P 500-Index ist und bleibt weiter angeschlagen. Wie in der Grafik zu erkennen ist, wurde die Supportlinie im Bereich von 939,8 per gestern wieder unterschritten. Entsprechend muss davon ausgegangen werden, dass das letzte Verlaufstief bei 840 Zählern zur Disposition steht.

Das geplante Konjunkturprogramm der chinesischen Regierung half auch den europäischen Akti-enmärkten auf die Sprünge. Im frühen Geschäft betrugen die Daxgewinne teilweise mehr als 3 %, bis zum Xetraschluss blieben davon 1,8 % übrig, so dass der Dax bei 5.025 Zählern aus dem Han-del ging. Von der Hoffnung auf eine steigende Nachfrage profitierten vor allem Stahlwerte. So kletterten die Aktien von ThyssenKrupp um 6,08 % während Salzgitter 8,74 % zulegen konnten. Die Deutsche Post vollzog die beste Tagesperformance im Dax, der Anstieg betrug 6,89 %. Papie-re der Commerzbank (-3,62 %) stellten das Schlusslicht dar. Heute steht hierzulande der ZEW-Indikator zur Veröffentlichung an. Angesichts der Stabilisierung an den Aktien-märkten besteht eine gute Chance, dass sich der Index stabilisiert hat. Sehr interessant stellt sich das technische Bild des Dax dar. Bemerkens-wert ist vor allem die Tatsache, dass es dem Index wiederholt nicht gelungen ist, die Widerstandsmarke von 5.110 Zählern zu überwinden. In der Konsequenz sollte nun ein erneuter Test der Supportmarke im Bereich von 4.853 Zählern auf der Agenda stehen. Die Vorgaben für den Handelstart sind negativ, die Indika-tion für den Dax ist bei 4.930 Zählern. RWE hat bereits Zahlen veröffentlicht. Der Konzern konntein den ersten 9 Monaten seinen Umsatz und Gewinn über die Analystenschätzungen hinaus stei-gern.

Deutsche Postbank
Die größte Privatkundenbank Deutschlands schließt rote Zahlen nicht aus. In
seinem am Montagabend veröffentlichten Zwischenbericht betonte das Unternehmen, es rechne im vierten Quartal mit weiteren deutlichen Verwerfungen an den Finanzmärkten, denen sich auch die Post nicht entziehen könne. Um die Abhängigkeit von den Aktienmärkten zu verringern, will die Bank außerdem weiter gezielt Aktienbestände reduzieren und die daraus resultierenden Belastungen in Kauf nehmen. (wirtschaftsblatt.at)

Infineon
Bei der angeschlagen Infineon-Tochter Qimonda schwinden die Hoffnungen auf ein nachhaltiges Überleben, die Betriebsräte warnen vor dem Untergang des Milliardenkonzerns. (sueddeutsche.de)

RWE
Der Essener Energiekonzern hat in den ersten neun Monaten seinen Umsatz und Betriebsgewinn gesteigert. Die Erlöse seien um knapp 14 Prozent auf 34,4 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Konzern am Dienstag mit. Das betriebliche Ergebnis sei um 5,1 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro verbessert worden. Damit übertraf RWE die Erwartungen von Experten. Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Umsatz von 33,8 Milliarden Euro in den ersten neun Monaten gerechnet und das betriebliche Ergebnis auf 5,38 Milliarden Euro beziffert. RWE bekräftigte seine Prognose, wonach das betriebliche Ergebnis im Gesamtjahr mindestens das Vorjahresniveau erreichen soll. (REUTERS)

Alstom
Die französische Alstom SA hat einen Auftrag über 350 Mio EUR zur Lieferung von 242 U-Bahn-Waggons für die New Yorker Subway erhalten. Die Lieferungen sind nach Angaben von Alstom für 2009 und 2010 vorgesehen. Weiterer Lieferant ist die japanische Kawasaki-Gruppe. (Dow Jones)

American Express
Der von der Finanzkrise gebeutelte US-Kreditkartenkonzern will sich nun in eine Bank umwandeln. Damit könnte Amex Zugang zu dem “günstigen“ Kapital der USNotenbank bekommen. Das  Kreditkartenunternehmen wird eine Bankenholding. Die Federal Reserve gab dafür nach einem Eilverfahren noch am Montagabend (Ortszeit) grünes Licht. Amex hatte erst Ende Oktober nach einem Gewinneinbruch die Streichung von rund zehn Prozent aller Stellen angekündigt. (tagblatt.ch)

Tognum
Der Dieselmotorenbauer hat seinen Gewinn in den ersten neun Monaten dieses Jahres erneut gesteigert und sieht sich für das laufende Jahr im Plan. Bei einem um drei Prozent gestiegenen Auftragseingang von 2,5 Milliarden Euro habe sich der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) um sieben Prozent auf 324 Millionen Euro erhöht, teilte der Konzern am Dienstag in Friedrichshafen mit. Der Umsatz legte in den Monaten Januar bis September um 13 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro zu. Tognum bestätige die Gesamtjahresprognose. Danach soll der Umsatz um elf bis 13 Prozent steigen, die um Sondereffekte bereinigte Ebit-Marge soll um 13 bis 15 Prozent zulegen. (REUTERS)

Qiagen
Das Biotechunternehmen hat nach einem besser als erwartet ausgefallenen dritten Quartal die Prognose für das Gesamtjahr nun noch etwas angehoben. Der Umsatz stieg nach Unternehmensangaben von Juli bis September um 31 Prozent auf gut 230 Millionen US-Dollar. Alle Geschäftsbereiche hätten zudem zum Wachstum beigetragen. Besonders betonte Qiagen dabei die positive Entwicklung bei der molekularen Diagnostik, die mittlerweile einen Beitrag von 50 Prozent zum Umsatz leiste. (dpa-AFX)

MLP
9 Monate Gesamterlöse steigen auf 413,8 Millionen Euro/ 9 Monate Ergebnis vor Zinsen und Steuern ging auf 35,5 Millionen Euro (9m 2007: 56,4 Millionen Euro) zurück/ 9 Monate Überschuss in den fortzuführenden Geschäftsbereichen sank auf 15,1 Millionen Euro (38,8 Millionen Euro)/ Im dritten Quartal 2008 fielen die Gesamterlöse auf 126,4 Millionen Euro (im dritten Quartal 2007: 138,7 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern betrug 2,8 Millionen euro nach 18,2 Millionen Euro im Vorjahr. Der Überschuss lag bei 0,8 Millionen Euro (16,8 Millionen Euro)/ Erwarten Gesamterlöse am Jahresende auf dem Niveau des Rekordwertes von 2007 (REUTERS)

Quelle: Helaba FloorResearch

(Redaktion)


 


 

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