26.05.2011  10:38 Uhr

Welthaus Bielefeld
Lokaler Fleischkonsum – Globale Folgen

Bielefeld. Welthaus-Ehrenamtliche wollen über die Zusammenhänge aufklären

Das neue Projekt im Welthaus Bielefeld „Lokaler Fleischkonsum – globale Folgen“ möchte die entwicklungspolitischen Auswirkungen des Fleischkonsums der Industrieländer auf die Länder des Südens beleuchten und auch mal andere Aspekte – als Klimawandel – hervorheben. „Wir laden alle Interessierten ein, sich zu diesem Thema zu engagieren und das Projekt gemeinsam zu gestalten“, sagt Susanne Schmeier, Referentin für Ehrenamt im Welthaus Bielefeld. Eine attraktive Öffentlichkeitsarbeit soll dazu dienen, die erarbeiteten Informationen in Bielefeld und Umgebung bekannt zu machen sowie Möglichkeiten des Handelns aufzuzeigen. Während regelmäßiger Treffen planen die ehrenamtlich Engagierten verschiedene Aktionen wie z. B. das Organisieren von Themenabenden und Info-Ständen. Das Projekt dauert bis Ende 2011. Interessierte können jederzeit einsteigen.

Während die Zahl der Hungernden wächst, verbrauchen wir in Deutschland jährlich rund 83 Kilogramm Fleisch pro Kopf. Die Produktion von Fleisch ist ein ineffektiver, verschwenderischer Umgang mit zahlreichen Ressourcen, was gravierende Folgen für weite Teile der Weltbevölkerung und unabsehbare Schäden für das Ökosystem Erde hat. Doch nicht nur die Höhe unseres Fleischkonsums führt zu Hunger und Armut in den Entwicklungs- und Schwellenländern, auch unsere anspruchsvolle Wahl der „Filetstückchen“ hat globale Konsequenzen: Da wir Europäer seit einigen Jahren das Brustfilet von Hühnern bevorzugen, werden unsere „Abfälle“ – also Flügel und Schenkel – zu Dumpingpreisen nach Afrika exportiert. Die Folgen für die Menschen dort sind fatal. Die Lebensgrundlage vieler Geflügelbäuerinnen und –bauern wird zerstört, weil unsere exportierten „Reste“ auf den Märkten billiger angeboten werden, als das Fleisch aus afrikanischer Erzeugung.

Wer mehr über dieses Thema wissen, sich einmischen und aktiv werden möchte ist herzlich willkommen. Finanziell unterstützt wird das Projekt vom BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) sowie vom EED (Evangelischer Entwicklungsdienst).

Nächste Termine unter: www.welthaus.de/Termine
Kontakt: Susanne Schmeier, Tel. 0521 9 86 48-54 oder per Mail susanne.schmeier@welthaus.de


 

(Redaktion)

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Bild Nr. 1 © wrw / pixelio.de



 


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