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Deutscher Werberat

Werberat rügt Entgleisungen

Als "demütigend, herabwürdigend und damit menschenunwürdig" hat der Deutsche Werberat die Firmenpropaganda der Hotelkette Hostel A&O (Beiersdorf) sowie des Fassadenbauers WOFA GmbH (Weil in Schönbuch) öffentlich gerügt. "Beide Unternehmen beleidigen Frauen in grober sexistischer Geschmacksverirrung durch die Art der gezeigten Werbebilder", sagte ein Sprecher der selbstdisziplinären Institution der Werbebranche in Berlin.

Der Hotelbetreiber zeigt auf einer Werbepostkarte den Unterleib einer Frau
im Bikini mit der Aufschrift in der Höhe des Schambereichs "24 h open" sowie
dem Text "Sexy Preise". Diese Darstellung verstößt gegen die Grundsätze des
Werberats, nach der Menschen nicht auf ihre rein sexuelle Funktion in der
Werbung reduziert und keine entsprechende ständige geschlechtliche
Verfügbarkeit suggeriert werden dürfe.

Die Baufirma WOFA machte mit einem Plakat an einer Fassade auf sich
aufmerksam, auf dem ein Frauengesäß im String und dem dazu gestellten Text
zu sehen ist "Nicht überall sieht Wasser so attraktiv aus". Der Werberat
teilte die Ansicht der ortsansässigen Kritiker, dass die Bild- und
Textpräsentation Frauen diskriminiere, zumal keinerlei Zusammenhang mit der
Firmenleistung bestehe.

Weil die Firmen trotz der Kritik aus der Bevölkerung und der Beanstandung
durch den Werberat die Motive zunächst nicht stoppten, erfolgten öffentliche
Rügen. Das Gremium will mit dieser Maßnahme eine öffentliche Debatte
anstoßen, um die Unternehmen letztlich zum Nachdenken und Einlenken zu
bewegen.

(Redaktion)


 


 

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