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Honorarreform

Ärzte im Westen profitieren von Honorarerhöhung

(dapd) Mediziner in Nordrhein-Westfalen und nicht wie erwartet in Süddeutschland profitieren am meisten von der jüngsten Honorarreform.

Nach Westen fließen durch den regionalen Ausgleich im nächsten Jahr etwa 166 Millionen Euro - so viel wie in kein anderes Bundesland. Das geht aus Berechnungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hervor, die der Nachrichtenagentur dapd am Freitag vorlagen. Im Durchschnitt kann jeder niedergelassene Arzt in Nordrhein-Westfalen etwa 5.000 Euro mehr einstreichen.

Hamburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern werden bei der "asymmetrischen Verteilung" mit einem Volumen von 500 Millionen Euro leer ausgehen. Sie werden voraussichtlich lediglich eine Grunderhöhung von 0,75 Prozent erhalten. Dieses Plus von etwa 180 Millionen Euro soll auf alle 150.000 Kassenärzte und Psychotherapeuten in Deutschland gleichmäßig verteilt werden.

Experten hatten bei der neuerlichen Honorarreform eigentlich erwartet, das süddeutsche Bundesländer einen höheren Zuschlag erhalten, weil sie in den vergangenen Jahren eher geringe Zuwächse hatten. Nach den KBV-Berechnungen wird Bayern nun lediglich 40 Millionen Euro aus der regionalen Umverteilung erhalten, Baden-Württemberg aber 80 Millionen und Nordrhein-Westfalen 166 Millionen. Axel Munte, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung in Bayern, beklagte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dapd eine "brutale Interessenpolitik" von CDU- und FDP-Bundespolitikern aus Nordrhein-Westfalen.

(dapd )


 


 

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