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  • 16.11.2010, 13:15 Uhr
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  • Paderborn/Ostwestfalen-Lippe
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Wirtschaftsclub Paderborn

Wirtschaft trifft… Prof. Dr. Ulrike Detmers

Ein gutes Image mit einer unverwechselbaren Markenpersönlichkeit, kompetente Führung, optimale Betriebsorganisation und Talente halten – das sind für Prof. Dr. Ulrike Detmers die Herausforderungen, denen sich der Mittelstand in Zukunft stellen muss.

Auf der traditionellen Veranstaltung „Wirtschaft trifft ...“ des Wirtschaftsclubs Paderborn und Höxter und der IHK-Zweigstelle Paderborn und Höxter, sprach die BWL-Dozentin und Managerin des Jahres 2002 nicht nur über ihren eigenen Weg als Mitgesellschafterin und Geschäftsleitungs-Mitglied der Mestemacher-Gruppe Gütersloh, sondern auch über die Situation der Frauen in der deutschen Wirtschaft. Kompetent moderiert wurde diese Veranstaltung erstmalig von Frank Sitter.

„Die Wirtschaft ist nach wie vor männlich dominiert“, sagte Detmers, „und die Managerwelt durch ein konservatives Frauenbild geprägt.“ In den Köpfen herrsche hier immer noch das klassische Alleinversorgermodell mit der Frau als Hausfrau oder allenfalls Sekretärin. „Ich habe allerdings den Eindruck, dass da jetzt etwas Dynamik reinkommt.“ Schließlich müsse die Politik jetzt einfach reagieren, um die Frauen als Wähler nicht zu verlieren. Gefragt nach dem Sinn einer Frauenquote wies sie darauf hin, dass Norwegen trotz Frauenquote ökonomisch gewachsen sei. Ihrer Erfahrung nach seien geschlechtergemischte Teams in höchstem Maße kreativ, dynamisch, klar und erfrischend offen.

Bei Mestemacher selbst gibt es vier weibliche und sechs männliche Führungspersonen. Geführt wird das Unternehmen gemeinsam von Ulrike Detmers, ihrem Mann und ihrem Schwager. Daneben erfüllt die Powerfrau ihren Lehrauftrag im Fachbereich Wirtschaft an der Fachhochschule Bielefeld. „Eine außergewöhnliche aber synergieträchtige Kombination.“ Darüber hinaus hat Detmers zwei Kinder, die heute im Familienunternehmen arbeiten. „Meine Mutter war mein Netz und hat mir mit den Kindern den Rücken freigehalten“, erläutert sie die außergewöhnliche Leistung. „Ansonsten bin ich gut organisiert und arbeite eng und gerne mit meinem Mann zusammen.“

In den vergangenen zehn Jahren hat sie für die Mestemacher-Gruppe einer ganze Reihe sozialer Projekte ins Leben gerufen. So gehen unter anderem das „Mestemacher-Forum Zukunft“, der Mestemacher-Preis „Spitzenvater des Jahres“, der Mestemacher Frauenkalender, der Mestemacher-Preis „Managerin des Jahres“ und der Mestemacher Kita-Preis auf ihre Initiative zurück. „Als Arbeitgeber brauchen wie ein gutes Image und eine gute Unternehmenskultur, damit uns die Talente nicht abwandern“, betont die Fachfrau. „Wir müssen gut ausgebildete Frauen in die Unternehmen holen – auch in die Führungsebene und es ihnen ermöglichen, gleichzeitig Kinder großzuziehen.“

Zu den nach Detmers Auffassung wichtigsten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Mittelstand gehören ein kompetentes und fähiges Management. „Führungskräfte müssen wirklich führen und nicht Everbodys Darling sein“, forderte sie. Dabei sei der beste Weg Menschen effektiv zu führen, die Vereinbarung gemeinsamer Ziele. Als eine der schwierigsten Managemet-Aufgaben erfordere Führung neben einer gewissen Begabung auch die dahingehende Ausbildung.

Eine weitere Herausforderung für den Mittelstand liegt für Detmers in der Entwicklung von unverwechselbaren Markenpersönlichkeiten.“ Dabei muss der Markenkern konsequent von oben nach unten kommuniziert werden.“ Last but not least sei außerdem die Betriebsorganisation eine Grundlage für den Unternehmenserfolg. „Wir brauchen lernende Organisationen, die sich ständig weiter entwickeln und verbessern.“

(Redaktion)


 


 

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