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Szenariostudie der Wirtschaftsjunioren

Die Wirtschaftsjunioren Deutschland setzen Kurs in Richtung Zukunft

Wie wird Deutschland 2020 aussehen, wie könnte sich die Gesellschaft verändern? Droht Deutschland zu einer Ellenbogengesellschaft zu werden, in der jeder auf seinen eigenen Vorteil aus ist und Bildung zum Luxusgut geworden ist? Oder leben wir 2020 in einer egoistischen Zweiklassengesellschaft aus Arm und Reich, in der jeder auf Kosten anderer oder der Umwelt lebt und Bildung zum Auswanderungsgrund geworden ist?

Um Antworten auf diese Fragen geben zu können, haben die Wirtschaftsjunioren Deutschland in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung UNITY in 2008 das Projekt „Szenarien für Deutschland 2020“ initiiert, denn diesem Negativtrend muss Einhalt geboten werden. Wer die Welt von morgen begreifen möchte, darf sie nicht mit den Maßstäben des Heute bewerten. Zahlreiche Einflussfaktoren aus den Bereichen Gesellschaft, Ökonomie, Politik und Umwelt zeichnen anschauliche Bilder der Zukunft: vier völlig unterschiedliche Welten, die jede für sich genommen so eintreten könnte. Die vier Szenarien bilden die Grundlage, um die Strategie der Wirtschaftsjunioren auf zukünftige Chancen und Gefahren hin auszurichten:

Szenario 1 – Wonderful World: Junge Familien streben nach Wissen, ältere Generationen bringen sich ein. Eine starke Gesellschaft der Mitte, in der verantwortungsvolles Wirtschaften Spaß macht. Voller Elan verfolgen die Menschen ihre Ziele und engagieren sich für das Allgemeinwohl. Deutschland 2020: eine erfolgreiche Gesellschaft voller Möglichkeiten für alle.

Szenario 2 – Welt der verantwortungslosen Einkommensopportunisten: Für ihren eigenen Vorteil sind Menschen zu fast allem bereit. Denn die Luft wird dünner: Gute Bildung gibt es nur noch für die Elite, die Einkommensschere öffnet sich. Verantwortungslose Manager diktieren die Wirtschaft. Die Familie bleibt auf der Strecke, ältere Menschen sind immer häufiger allein. Deutschland 2020: eine raue Ellenbogen-gesellschaft.

Szenario 3 – Egoistische Zweiklassengesellschaft: Viele Menschen haben es nicht geschafft – in Deutschland gibt es nur noch Arm und Reich. Viele junge, gut ausgebildete Familien haben das Land verlassen. Wer bleibt, hat wenig Interesse an Bildung und Egoismus zur Lebensmaxime erklärt. Ehrenamtler werden als idealistische Exoten belächelt. Deutschland 2020: Er ist kurz vor zwölf.

Szenario 4 – Kälte: Misstrauische Blicke hinter verschlossenen Fenstern – die Welt ist düster geworden. Menschen gehen lustlos zur Arbeit, sozialer Aufstieg wird als unmöglich angesehen. Eine dünne Elite lenkt das Land zu ihrem Vorteil. Die Masse resigniert und wirft Werte wie Ethik und Moral über Bord. Deutschland 2020: Soziale Unruhen liegen in der Luft.

„Aufbauend auf diese Szenarien haben wir für unseren Verband, die Wirtschaftsjunioren Deutschland, ein Programm für die nächsten Jahre definiert, das auf den sich ergebenden strategischen Erfolgspositionen basiert“, erläutert Anke Zillmann, Vorsitzende der Wirtschaftsjunioren Paderborn + Höxter. Im Zukunftsforum wurde jede einzelne Position unter dem Leitgedanken „Unternehmen Zukunft – Wir, die junge deutsche Wirtschaft gestalten unser Land“ entwickelt, so dass die Ziele der Wirtschaftsjunioren in der Öffentlichkeit optimal zu repräsentieren sind. „Denn eins ist klar: Um die Ziele des Verbandes zu erreichen, müssen wir Wirtschaftsjunioren Trends frühzeitig erkennen und eine überzeugende Antwort darauf entwickeln. Mit unseren strategischen Erfolgsrezepten sind wir bestens dafür gerüstet. Denn wir wollen nicht nur reagieren, sondern selbst Akzente setzen“, so Christoph Plass, Leiter des Zukunftsforums der Wirtschaftsjunioren Deutschland.

Für die Strategieentwicklung haben Szenario 2 und 3 die größte Relevanz, da sie im Vergleich zu den anderen beiden Szenarien als die wahrscheinlichsten bewertet wurden. Ihr Eintreten bedeutet zudem eine erhebliche Veränderung der Aktivitäten der Wirtschaftsjunioren. Szenario 1 wurde als Wunschszenario identifiziert, auf das die Arbeit und somit die Strategie der Wirtschaftsjunioren hinwirken soll. Szenario 4 wurde als Untergangsszenario identifiziert. Dieses Szenario muss durch eine entsprechende Strategiegestaltung unbedingt verhindert werden. Die Ergebnisse sind beeindruckend, geben aber auch allen Grund zum Nachdenken. Vor allem aber zeigen sie, dass jeder die Verantwortung das eigene Land zu gestalten annehmen muss, denn nur dann ist die Zukunft positiv zu beeinflussen. „Wenn sich jeder Unternehmer fünf Stunden im Monat Gedanken über die Zukunft Deutschlands machen würde, wäre der Zukunft sehr geholfen“, ist sich Christoph Plass sicher und fügt hinzu: „Und es kann sich anschließend keiner vorwerfen lassen, nichts getan zu haben“.

(Redaktion)


 


 

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