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  • 27.02.2009, 09:51 Uhr
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Arbeitsmarkt

Zahl der Arbeitslosen gestiegen - Kurzarbeit federt Entwicklung ab

(ddp-nrw). Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Februar aufgrund der anhaltenden Wirtschaftskrise den dritten Monat in Folge gestiegen, allerdings hat die Kurzarbeit die Entwicklung abgefedert. Die Zahl der offiziell registrierten Arbeitslosen stieg gegenüber Januar um rund 63 000 auf 3,552 Millionen, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Allerdings waren das immer noch 66 000 Menschen weniger als im Februar 2008. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich gegenüber dem Vormonat von 8,3 auf 8,5 Prozent.

In Nordrhein-Westalen stieg die Arbeitslosenzahl im Februar im Vergleich zum Vormonat um 1,8 Prozent auf 795 360. Gegenüber dem Vorjahresmonat sank die Erwerbslosenzahl um ein Prozent, wie die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit in Düsseldorf mitteilte.

Die Arbeitslosenquote beträgt den Angaben zufolge 8,9 Prozent und ist damit so hoch wie vor einem Jahr. Im Januar lag die Quote bei 8,7 Prozent.

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit sei in NRW durch Kurzarbeit gedämpft worden, hieß es. Das weise darauf hin, dass Unternehmen das eingearbeitete Personal so lange wie möglich halten wollten. Von Oktober 2008 bis zum 24. Februar hätten rund 7600 Betriebe für 262 700 Arbeitnehmer Kurzarbeit aus konjunkturellen Gründen angemeldet. Ob Kurzarbeit in der Tat geleistet wurde, werde sich erst in den nächsten Monaten zeigen.

Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sagte: «Es ist wichtig, jetzt Kurzarbeit mit Qualifizierung der Beschäftigten zu verbinden.» Zugleich appellierte er an Chefs von Firmen mit weniger als zehn Beschäftigten, das Instrument der Kurzarbeit zu nutzen. Große Betriebe mit eigenen Personalabteilungen kennten sich mit der Nutzung der arbeitsmarktpolitischen Programme bestens aus. Solche Programme müssten aber auch für kleine Firmen eine Hilfe sein.

Mit Erwerbslosigkeit oder Kurzarbeit zu kämpfen haben laut Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit Branchen wie die Automobilindustrie und deren Zulieferer, die Metallherstellung und Metallverarbeitung sowie der Maschinen- und Anlagenbau. Daneben gebe es aber auch Wirtschaftszweige, die unverändert Arbeitskräftebedarf haben: das Hotel- und Gaststättengewerbe, der Gesundheitssektor und der Baubereich. Insgesamt habe sich die Arbeitskräftenachfrage im Februar verbessert. Mit 36 870 neuen Stellenangeboten und Beschäftigungsmöglichkeiten sei der schwache Stellenzugang im Januar ausgeglichen worden. 

(Quellen: Bundesagentur für Arbeit)

Von Sabine Meuter

Icon: Rainer Sturm - Pixelio.de

(ddp)


 


 

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