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Tablet-Nutzer bevorzugen Digitalausgaben

Nutzer von Tablets und E-Readern verbringen im Durchschnitt zwei Stunden pro Woche mit digitalen Ausgaben von Zeitschriften – um die Hälfte mehr als beim Lesen von Printmagazinen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der "Association of Magazine Media".

"Während Smartphones meist parallel zum Fern- sehen verwendet werden, so ist ein deutlicher Unterschied bei Tablets und E-Rea- dern zu erkennen", weiß Digital-Publishing-Experte Daniel Höpfner, Gründer und Geschäftsführer von PressMatrix. Das Berliner Unternehmen hat eine Plattform entwickelt, die es Verlagen ermöglicht, den Lesern ihre Publikationen auf iPads und Android-Tablets anzubieten und mit interaktiven Elementen (beispielsweise Videos, Slideshows, eShop) anzurei- chern. Doch was macht den Tablet-Nutzer so besonders?

Tablet-Nutzer lesen Magazine elektronisch

Daniel Höpfner erklärt die Besonderheiten des typischen Users: "In unserer schnelllebigen Welt bietet das iPad für viele Nutzer die Gelegenheit,schnell und unmittelbar an wichtige Informationen zu gelangen, sich in sozialen Netzwerken auszutauschen oder um in Ruhe die neueste Ausgabe des Lieblingsmagazins digital zu lesen. In Deutschland lesen mittlerweile zwei Drittel aller Tablet-Nutzer Zeitschriften auf ihrem iPad." Eine Studie der "Online Publishers Association" (OPA) unterstreichen die Aussage Höpfners: 74 Prozent der befragten US-Ame- rikaner nutzen ihr Tablet täglich und vorwiegend in den Abendstunden. Die hauptsächliche Nutzung findet zu Hause statt.

Im Unterschied zum Lesen von Webseiten, wo sehr schnell von Seite zu Seite gesprungen wird, werden digitale Inhalte auf Tablets ebenso wie gedruckte Inhalte in Printmagazinen bewusster wahrgenommen. "Aktu- elle Studien haben ergeben, dass die Lesegewohnheiten von eMags denen von Printausgaben entsprechen - Nutzer verweilen deutlich länger beim Lesen und tauchen tief in den Stoff ein, statt sich leicht von ihrer Umgebung ablenken zu lassen", erklärt Höpfner.

Magazinanzeigen wecken die Aufmerksamkeit der Leser

Gerade die Werbebranche beobachtet den digitalen Leser derzeit
aufmerksam, denn dieser bietet weitaus mehr Potential als bisher
angenommen. "Werbeanzeigen in elektronischen Magazinen werden viel
bewusster zur Kenntnis genommen", weiß Höpfner. "Das liegt besonders
daran, dass sie besser im redaktionellen Umfeld integriert sind und
nicht als irritierende Banner angezeigt werden, die sich teilweise von selbst öffnen. Zudem ist es aus einem eMag heraus sehr viel einfacher auf die Webpräsenz der werbenden Firma zu gelangen und direkt im Online-Shop einzukaufen." Laut "Association of Magazine Media" wecken Magazinanzeigen sogar die Neugier beim Leser: 60 Prozent der digitalen Leser besuchen die Webseite der werbenden Firma und 55 Prozent  haben bereits Produkte, die sie in eMags entdeckt haben, gekauft.

Insgesamt 91 Prozent der Nutzer reagieren direkt auf Werbeanzeigen und 54 Prozent kaufen das Produkt sogar gleich im Anschluss. Auch Facebook ist wichtig für Verlage, denn 69 Prozent der eMag-Leser posten Artikel in sozialen Netzwerken, um sich mit Freunden darüber austauschen zu können. Zudem vernetzen sich viele Nutzer mit einer Marke, um Inhalte kommentieren und Neuigkeiten unmittelbar erfahren zu können.

(Redaktion)


 


 

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