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Versicherungsschutz

Zuviel Alkohol am Steuer - Versicherungschutz weg

Die Faschingszeit hat uns wieder einmal voll im Griff. Ans Steuer eines Fahrzeugs sollten Sie sich aber nach einer feuchtfröhlichen Faschingsfeier trotzdem nicht setzen. Die HUK-Coburg warnt, dass bereits bei geringen Mengen Alkohol der Versicherungsschutz in Gefahr sei.

Viele fühlen sich nach zwei, drei Gläsern noch als Herr des Geschehens, doch der Gesetzgeber geht von Fakten aus, und die sprechen eine andere Sprache. Spätestens mit 0,5 Promille im Blut lässt die Reaktionsfähigkeit drastisch nach, weshalb die Polizei hier bereits von einer Ordnungswidrigkeit ausgeht. Und ab 0,8 Promille droht Führerscheinentzug.

Die HUK-Coburg warnt davor, dass auch der Versicherungsschutz bei einem Unfall nicht außen vor bleibt. Auch hier spielt der Alkoholgehalt im Blut eine tragende Rolle. Berücksichtigt wird aber auch die individuelle Fahrtüchtigkeit des Fahrers, sprich erkennen einer Situation und Reaktionszeit. Wer also die Spur nicht halten kann, andere Fahrzeuge beschädigt oder gar von der Straße abkommt, hat diese Grenze überschritten.

Wie viel Alkohol zu solchen Ausfallerscheinungen führt, ist letztlich bei jedem verschieden. Im Extremfall langt ein Glas Sekt. Ist der Alkohol eindeutig für den Unfall verantwortlich, greift in der Kfz-Haftpflichtversicherung die Trunkenheitsklausel. Sie befreit den Versicherer von seiner Leistungspflicht. Das bedeutet, der Schutz des Geschädigten steht im Vordergrund, darum reguliert die Kfz-Haftpflichtversicherung den Schaden, nimmt dann jedoch den Fahrer in Regress. Maximal 5.000 Euro kann sie sich vom Schädiger zurückholen.

Noch gravierender können die Folgen in der Kasko-Versicherung sein. Bei einem Fahrer mit mehr als 1,1 Promille Alkohol im Blut geht die Rechtssprechung von absoluter Fahruntüchtigkeit aus. Der Alkoholgenuss gilt also automatisch als ursächlich für den Unfall. Jedoch können auch geringere Mengen genügen, um den Versicherungsschutz zu gefährden. Entscheidend bleibt die Frage: War der Alkohol ursächlich. – Übrigens sollte man als Autofahrer nicht vergessen, dass man um die zehn Stunden braucht, um ein Promille Alkohol wieder abzubauen.   

(Redaktion)


 


 

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