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Schwierige Lage für Personalentwickler

Zwischen Personalabbau und Fachkräftemangel

Personalentwickler stehen vor großen Herausforderungen: Einerseits sollen sie Stellen abbauen und Kosten senken. Andererseits trifft der Mangel an hoch qualifizierten Fachkräften die Unternehmen doppelt hart, weil die besten Mitarbeiter zunehmend wechselbereit sind. Folge: Die Unternehmen verändern ihre Strategie im "War for Talents" und agieren teilweise antizyklisch.

So wollen 42 Prozent Fachkräfte einstellen, die anderenorts frei gestellt wurden. Das ist das Ergebnis einer Studie der Talent Management-Experten von StepStone und der Economist Intelligence Unit, bei der rund 500 leitende Unternehmensvertreter (48 Prozent der befragten Unternehmen mit mehr als einer Milliarde US Dollar Umsatz) weltweit befragt wurden.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie auf einen Blick:

  •  Nur 18 Prozent der befragten Unternehmen schauen positiv in die
    Zukunft. 43 Prozent rechnen erst in ein bis zwei Jahren mit
    einer Verbesserung der wirtschaftlichen Situation, ein Viertel
    sogar erst in zwei bis fünf Jahren. Aber: Nur elf Prozent der
    Unternehmen wollen in den nächsten zwölf Monaten aktiv Personal
    abbauen.
  •  Der Wettbewerb um die besten Köpfe wird härter. 27 Prozent der
    Unternehmen wollen ihren Wettbewerbern zukünftig gezielt
    Fachkräfte abwerben. Vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 21
    Prozent. 42 Prozent wollen zudem qualifizierte Leute einstellen,
    die in anderen Unternehmen frei gestellt wurden. - Vor dem Hintergrund fallender Budgets, verändern Unternehmen
    ihre Strategie, Fachkräfte zu gewinnen und zu binden. Hohe
    Vergütung spielt dabei eine immer unwichtigere Rolle. So glauben
    58 Prozent der Befragten, dass in den nächsten drei Jahren
    flexible Arbeitsbedingungen entscheidend sein werden, um gute
    Leute zu überzeugen. 50 Prozent wollen verstärkt auf die
    Rekrutierung von Absolventen setzen. 33 Prozent forcieren die
    Einstellung älterer Mitarbeiter. 
  •  Um bestehende Mitarbeiter zu halten, setzen viele Unternehmen
    zukünftig auf eine Verbesserung ihrer Weiterbildungsangebote (47
    Prozent) sowie auf den Ausbau der internen
    Aufstiegsmöglichkeiten (58 Prozent)

Die Studie beruht auf umfangreichen Interviews mit 484 Führungskräften aus 19 verschiedenen Wirtschaftsbereichen. 48 Prozent der Befragten stammen aus Unternehmen mit mehr als einer Milliarde US-Dollar Umsatz pro Jahr. Die Studie wurde Anfang 2009 durchgeführt und im März 2009 veröffentlicht.

(Redaktion)


 


 

Personalentwickler. Studie

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