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  • 19.02.2015, 15:03 Uhr
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  • Deutschland
PKW

Firmenwagenwechsel - Wie sich die Kosten niedrig halten lassen

Die meisten im Jahr 2012 neu zugelassenen Personenwagen werden für den gewerblichen Zweck verwendet. Das ergibt eine Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes. In der Oberklasse ist der Prozentsatz von Firmenwagen erwartungsgemäß besonders hoch. In der Regel werden diese von ihren Fahrern nicht ausschließlich für berufliche Zwecke verwendet.

Auch Selbstständige machen gerne von der Möglichkeit eines Dienstwagens Gebrauch. Schließlich bringt dieser auch finanzielle Vorteile mit sich. Damit die Rechnung aufgeht, ist es aber wichtig, Vorteile zu erkennen und zu nutzen sowie diverse Fallstricke zu beachten. Das gilt auch für den Firmenwagenwechsel. Mit Geduld und der richtigen Vorgehensweise lässt sich an dieser Stelle viel Geld sparen. Das bezieht den Verkauf des alten Firmenwagens mit ein.

Rabatte beim Firmenwagenkauf aushandeln

Handeln ist in Deutschland weniger verbreitet als in anderen Gesellschaften. Wer einen neuen Firmenwagen kauft, sollte darauf aber nicht verzichten.

Grundsätzlich kommen Autohändler gewerblichen Kunden gerne entgegen, entweder indem sie

  • Rabatte auf den Kaufpreis anbieten oder
  • Firmenwagen mit kostenlosen Extras wie ein Navigationsgerät ausstatten.

Teilweise konkurrieren Firmen auch im Oberklassensegment mit erheblichen Nachlässen um ihre Kunden. Vor allem wenn es sich um mehrere Firmenwagen handelt, die ausgetauscht werden sollen, erscheint die Ersparnis dadurch im ersten Moment hoch. Zu beachten ist allerdings in diesem Zusammenhang, dass als Berechnungsgrundlage für die Steuern der Listenneupreis des betreffenden Fahrzeugs herangezogen wird. Dann bezahlen die Nutzer auch für die Sonderausstattung, die beim Verkaufspreis nicht berücksichtigt wurde.

Besonders hohe Rabatte (Rabatte Definition) auf teure Fahrzeuge können demnach langfristig auch höhere Kosten verursachen. In dieser Hinsicht kann es sich lohnen, besser gleich zu einem etwas billigeren Wagen zu greifen, als eine Variante zu wählen, die ohne Rabatt eigentlich zu kostspielig wäre. Auch gebrauchte Fahrzeuge sollten übrigens beim Kauf eines neuen Firmenwagens berücksichtigt werden.

Alte Firmenwagen bestmöglich verkaufen

Wer seinen alten Firmenwagen loswerden möchte, hat verschiedene Möglichkeiten:

  • Verkauf direkt an Autohändler
  • Verkauf über Portale
  • Verkauf an andere Gewerbetreibende

Zunächst einmal gibt es viele Autohändler, die gebrauchte Dienstwagen in Zahlung nehmen. Vorteilhaft auf den Preis wirkt es sich in der Regel aus, wenn gleich bei demselben Händler neue Firmenwagen geordert werden. Außerdem besteht bei dieser Variante die Möglichkeit, die Sachmangelhaftung vollständig auszuschließen. Damit müssen Verkäufer nicht mit etwaigen Folgekosten rechnen.

Von Nachteil ist dagegen, dass die Preise, die Verkäufer von Autohändlern erhalten, meist vergleichsweise niedrig ausfallen, sogar wenn gleich neue Firmenwagen mitbestellt werden. Es empfiehlt sich in jedem Fall, verschiedene Anbieter im Vorfeld eingehend miteinander zu vergleichen und auch hier auf das Handeln nicht zu verzichten.

Kunden können auch im Internet bei entsprechenden Portalen wie www.wirkaufendeinauto.de das Auto verkaufen. Hier erhalten sie den Preis für den alten Wagen bei dieser Variante sofort im Anschluss an ein Wertgutachten. Dieser Weg spart viel Zeit und Mühe, auch weil sich Verkäufer kaum um Formalitäten kümmern müssen. Die Wertermittlung selbst ist kostenlos und im Normalfall als wirklich objektiv einzustufen.

Schließlich besteht die Möglichkeit, einen alten Firmenwagen direkt an andere Gewerbetreibende zu verkaufen. Auch hier lässt sich die Sachmangelhaftung ausschließen. Das muss allerdings rechtskräftig im Kauf Vertrag festgehalten werden. Potenzielle Käufer lassen sich häufig im direkten Umfeld oder über das Internet finden. Im Netz steht eine ganze Reihe an Portalen zur Verfügung, in denen Autos auf verschiedene Art und Weise inseriert werden können.

Natürlich ist dieser Weg etwas aufwendiger, da sich die Verkäufer dabei in der Regel selbst um die Formalitäten und die Verhandlungen mit potenziellen Käufern kümmern müssen. Wer ohnehin wenig Zeit zur Verfügung hat, sollte sich deshalb gut überlegen, ob er seinen Firmenwagen wirklich auf eigene Faust verkaufen möchte.

Autokauf oder Leasing - was lohnt sich mehr?

Wer sich als Selbstständiger einen oder mehrere neue Firmenwagen kaufen möchte, steht zunächst vor der Entscheidung, ob er diese kauft oder sich für ein Leasing entscheidet. Wichtig sind in diesem Zusammenhang vor allem die langfristigen Kosten, die in der Folge der Entscheidung anfallen.

Bei der klassischen Variante, dem Kauf des Fahrzeugs direkt bei einem Autohändler sind vor allem folgende Punkte zu beachten.

- Der Kauf eines Firmenwagens wirkt sich direkt auf die Liqudität aus,
- eine Finanzierung über einen Kredit beeinflusst die Eigenkapitalquote
+ Dafür ergibt sich die Möglichkeit einer Abschreibung über 6 Jahre (bei Neuwagen)
+ Zu den Betriebsausgaben zählen auch die Kosten für den Sprit oder Reparaturen sowie die Zinsen für einen aufgenommen Kredit

Die Alternative, Firmenwagen zu leasen, genießt eine hohe Popularität, doch auch hier gibt es Vor- und Nachteile, die jeweils für den individuellen Fall berücksichtigt werden müssen.

- Die monatlichen Fixkosten fallen höher aus.
+ Abschreiben lassen können Nutzer neben den Betriebsausgaben und den Zinsen für die Leasingraten auch die Leasingsonderzahlung, und dies sogar sofort ohne eine jahrelange Abzahlung.

Welche Variante sich im Einzelfall mehr lohnt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören der Kaufpreis des Fahrzeugs beziehungsweise die monatlichen Leasingkosten. Bei einem Leasing gilt es auch zu beachten, unter welchen Bedingungen der Vertrag gekündigt werden kann und ob der Leasingnehmer das Fahrzeug anschließend kaufen muss sowie wie hoch der Restwert des Wagens sein wird.

Viele Nutzer eines Firmenwagens nutzen eine hohe Leasingsonderzahlung, um ihren Gewinn in einem Geschäftsjahr zu drücken. Allerdings sind hier bestimmte Faktoren im Vertrag zu berücksichtigen, damit das Finanzamt nicht von Beginn an den Dienstwagen als Eigentum des Leasingnehmers ansieht.

Wer sich Zeit nimmt, ist im Vorteil

Bei einem Firmenwagenwechsel ist Sorgfalt angesagt. Überstürztes Handeln sollten Käufer in jedem Fall vermeiden. Das gilt auch für die Frage, ob der neue Wagen lieber geleast oder gekauft werden soll. Leasing erfreut sich laut einem Artikel der Augsburger Allgemeine bei Privatanwendern und Unternehmern einer wachsenden Beliebtheit, ist aber nicht immer die günstigere Variante. Entscheidend sind die langfristigen Kosten bzw. steuerlichen Vorteile und diese müssen sorgfältig kalkuliert werden. Wer all diese Punkte mit in den Prozess zum Wechsel des Firmenwagens einbezieht, kann die Kosten niedrig halten und zudem seinen alten Firmenwagen zu einem ordentlichen Preis verkaufen.

(Redaktion)


 


 

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