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Was ist eine GmbH?

Eine GmbH bezeichnet eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Dabei handelt es sich eine Rechtsform der Kapitalgesellschaft. Die Unternehmensgründung erfolgt mittels Eintrag ins Handelsregister. Dieses Modell ist gerade in Deutschland sehr beliebt bei Unternehmensgründungen, besonders dann, wenn es um risikoreichen und finanziell unsichere Geschäfte geht.

Diese 5 fatalen Fehler bei der GmbH-Gründung sollten Ihnen nicht passieren…

Einschränkungen werden Sie dabei kaum finden, wenn es darum geht, eine GmbH zu gründen. Erstmals als Rechtsform im Jahr 1892 eingeführt, war das wichtigste Ziel damals wie heute eine erhöhte Flexibilität, im Speziellen für kleine und mittelständische Unternehmen. Die Haftung einer GmbH bleibt dabei stets auf die Höhe der Einlage beschränkt, das Privateigentum der Gesellschafter (Gesellschafter Definition) ist davon nicht betroffen.

Eine GmbH wird im juristischen Sinne auch als eigenständige Person verstanden, die rechtsverbindliche Verträge aushandeln kann, aber auch vor Gericht haftbar gemacht werden kann. Jede GmbH benötigt dabei mindestens eine natürliche und uneingeschränkt geschäftsfähige Person. Diese Absicherung hat allerdings auch ihren Preis. Denn Sie sollten mindestens 25.000 Euro Stammkapital für die Gründung einer GmbH aufbringen. Diese Summe kann sowohl durch Bareinlagen, aber auch Sacheinlagen, wie bspw. die Einrichtung des Unternehmens, erfolgen. Zweck einer jeden GmbH ist der Betrieb eines Handelsgewerbes, das auch auf kaufmännische Absichten ausgelegt ist.

Ist die GmbH auch für Ihr Unternehmen geeignet?

Der Gegenstand des gegründeten Unternehmens kann vielseitig sein, solange er im gesetzlichen Rahmen bleibt. Wenngleich diese Unternehmensform in Deutschland sehr beliebt ist, so ist sie nicht für jede Unternehmensgründung (Unternehmensgründung Rechtsform) geeignet. In folgenden Fällen stellt Sie allerdings die beste Lösung dar:

  • Risikoreiche Unternehmen
  • Unternehmen, bei denen abzusehen ist, dass die Gesellschafter schnell wechseln
  • Bei eigenen Unternehmen, die ohne einen zweiten Gesellschafter auskommen
  • Familienunternehmen
  • Unternehmen mit speziellen Geschäftsstrukturen.

Der Namenszusatz „GmbH“ ist dabei verpflichtend, genauso wie ein Sitz des Unternehmens in Deutschland. Die Kapitalanforderungen bedingen aber auch stärkere Kontrolle, wenn es um die Finanzen geht. So sollten Sie prinzipiell darauf achten, privates und gewerbliches Vermögen strikt voneinander zu trennen. Auch sind Sie verpflichtet, am Ende des Jahres eine Gewinn - und Verlustrechnung aufzustellen.

Ein gültiger Gesellschafts Vertrag als Grundvoraussetzung.

Die rechtliche Grundlage einer GmbH bildet dabei der Gesellschaftsvertrag. Er kann individuell ausgearbeitet werden oder einen Mustervertrag darstellen. Diese kostengünstige Variante beschränkt die Anzahl der Gesellschafter auf maximal drei Personen und fasst Gesellschaftsvertrag, Geschäftsführerbestellung und Gesellschafterliste in einem Dokument zusammen. Ohne Vertrag geht es nicht, er regelt im Speziellen die folgenden Punkte:

  • Gegenstand und Zweck des Unternehmens
  • Name und Sitz des Unternehmens
  • Höhe des Stammkapitals
  • Höhe der Stammeinlage jedes beteiligten Gesellschafters

Dieser Vertrag muss von einem Notar beglaubigt werden. Ins Handelsregister (Handelsregister Definition) wird die GmbH dann eingetragen, sobald 12.500 Euro Stammkapital als Einlage geleistet wurden, sowie alle Sacheinlagen. Auch darf es keine strafrechtlichen Gründe geben bzw. keine Unterlagen fehlen. Erst mit dem Eintrag ins Handelsregister gilt die GmbH auch als solche. Zusätzlich muss sie auch beim Gewerbeamt und dem Finanzamt angemeldet werden.

Fazit:

Wenngleich die Anmeldung einer GmbH mit viel bürokratischem und finanziellem Aufwand verbunden ist, so gibt es für die Unternehmensgründer am Ende mehr Sicherheiten. Wer viel investiert, bekommt am Ende auch mehr heraus. Entschieden muss dies aber von Unternehmen zu Unternehmen.

Tipp:

Der Name des Unternehmens muss möglichst einzigartig sein. Er darf noch nicht von einem anderen Unternehmen eingetragen sein und muss außerdem eindeutig genug formuliert sein, um sich im Rechtsverkehr zu definieren. Auch sollte stets in den Firmenunterlagen erwähnt werden, dass es sich um eine GmbH handelt.

Eine Sonderform der GmbH – die Kein-Mann GmbH

Bei einer Kein-Mann-GmbH gehören alle Geschäftsanteile der GmbH selbst. Es gibt keine Gesellschafter wie bei einer klassischen GmbH. Entstehungsvoraussetzung ist aber, dass sich alle Geschäftsanteile der Gesellschafter im Besitz der GmbH befinden. Dies ist möglich, da das GmbH-Gesetz den Aufkauf von Anteilen durch die GmbH nicht begrenzt.

Achtung! Die Möglichkeit einer Kein-Mann-GmbH ist ein Ausnahmefall. In Ländern wie Österreich ist die Gründung einer solchen Gesellschaftsform nicht möglich.

Entstehungsmöglichkeiten einer Kein-Mann-GmbH

Es gibt verschiedene Wege, auf denen eine Kein-Mann-GmbH entstehen kann:

  • Schenkung
  • Verkauf der Geschäftsanteile an die GmbH
  • Die GmbH erbt Geschäftsanteile
  • Gesellschafterausschluss ohne verbleibenden Gesellschafter
  • Austritt aller Gesellschafter
  • Aufgabe der Geschäftsanteile aller Gesellschafter

(Christian Weis)


 


 

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