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  • 27.11.2017, 12:48 Uhr
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  • Deutschland
Reform

Betriebsrentenreform 2018: Die wichtigsten Änderungen

Die betriebliche Altersversorgung soll attraktiver werden, der Gesetzgeber hat dafür eine Reform auf den Weg gebracht. Die Änderungen greifen ab 1. Januar 2018. Im Folgenden stellen wir die wesentlichen Neuerungen vor.

Einzahlung höherer Beträge möglich

Wer als Arbeitnehmer selbst in eine Betriebsrente einzahlt, kann zukünftig mehr von seinem Einkommen in die betriebliche Altersversorgung investieren. Bisher betrug die sozialversicherungs- und steuerfreie Beitragsbemessungsgrenze vier Prozent, zusätzlich waren 1.800 Euro steuerfrei. 2018 erhöht sich der Höchstbetrag auf sieben Prozent, dafür wird der zusätzliche steuerfreie Betrag gestrichen. Diese Änderung macht höhere Einzahlungen möglich.

Trotz solcher Sparanreize hat die betriebliche Vorsorge auch nach der Reform gewisse Schwächen. Finanzdienstleistungsunternehmen wie Swiss Life Select und andere Anbieter beraten Verbraucher über die Vor- und Nachteile der betrieblichen Altersversorgung. Die Berater von Swiss Life Select erarbeiten nach einem Best-Select-Prinzip individuelle Lösungen in Altersvorsorge- und Finanzfragen. Mehr über Swiss Life Select gibt es unter www.whofinance.de/institute/swiss-life-select zu erfahren.

Steuerliche Förderung für Arbeitgeber

Betriebsrenten für gering verdienende Arbeitnehmer mit einem maximalen Monatsgehalt von 2.000 Euro werden künftig besonders gefördert. Zahlen Unternehmen für einen solchen Arbeitnehmer zwischen 240 und 480 Euro jährlich in einen Pensionsfonds, eine Direktversicherung oder eine Pensionskasse ein, kommen die Firmen in den Genuss einer steuerlichen Förderung. Sie beträgt 30 Prozent des gezahlten Betrags und wird mit der zu entrichtenden Lohnsteuer verrechnet.
Ermöglichung von reinen Beitragszusagen für Arbeitgeber

Rentenzusagen und die damit verbundene Rücklagenbildung können Firmen bei dauerhaft niedrigen Zinsen in Schwierigkeiten bringen. Mit der Betriebsrentenreform müssen Unternehmern zukünftig nur noch reine Beitragszusagen leisten. Im Klartext heißt das: Der Arbeitgeber verpflichtet sich, nur noch Zahlungen an externe Versorgungsträger zu leisten. Das kann eine Direktversicherung oder eine Pensionskasse sein. So muss das Unternehmen keine hohen Rückstellungen mehr bilden, um die garantierten Betriebsrenten auszahlen zu können. Darüber hinaus müssen Unternehmen keinerlei Gewähr für die Höhe der Leistungen mehr erbringen. Diese Regelung gilt aber nur für Unternehmen mit Tarifvertrag.

Weitere Neuerung im Kurzüberblick

Außerdem sorgt die Betriebsrentenreform für eine Verbesserung bei Geringverdienern. Da ihre Rente im Alter kaum ausreichen wird, werden sie durch Freibeträge bei der Grundsicherung im Alter entlastet: Bis zu etwa 200 Euro aus der betrieblichen Altersvorsorge werden bei ihnen nicht auf die Sozialleistungen angerechnet. Auch bei der Riester-Rente gibt es eine Änderung: Die sogenannte „Doppelverbeitragung“ von Pflege- und Krankenversicherung kommt bei Betriebsrenten mit einer Riester-Förderung nicht mehr zur Anwendung.

(Redaktion)


 


 

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